Archivierter Artikel vom 27.01.2021, 11:13 Uhr
St. Wendel

Familie aus St. Wendel betroffen: Erstmals Corona-Mutation im Saarland bestätigt

Die hochansteckende britische Corona-Mutation B 117 ist erstmals auch im Saarland festgestellt worden. Forscher haben vier Fälle der Corona-Variante im Kreis St. Wendel nachgewiesen. Das berichten die „Saarbrücker Zeitung“ und der „Saarländische Rundfunk“ übereinstimmend.

Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und die Direktorin des Instituts für Virologie an der Homburger Uniklinik, Sigrun Smola, hatten am Dienstag über den Fund informiert. Wie die „Saarbrücker Zeitung“ weiter berichtet, handelt es sich bei den Betroffenen nach Auskunft des St. Wendeler Landrats Udo Recktenwald (CDU) um drei Familienmitglieder sowie einen Bekannten. Sie alle leben in der Kreisstadt. Wie die Virusvariante in die Region gelangt ist, sei derzeit noch nicht geklärt. „Wir haben keine Hinweise darauf, dass die Infizierten auf Reisen oder im Ausland waren“, sagte Recktenwald der Saarbrücker Zeitung. Es könnte sein, dass sie sich im „beruflichen Umfeld“ mit der Mutation angesteckt haben. Oberstes Ziel sei es nun, herauszufinden, wo der Ursprung der Infektionskette liege. Außerdem wolle man die vier Betroffenen in den kommenden Tagen mehrmals testen. Ministerpräsident Hans erklärte der „Saarbrücker Zeitung“ zudem, dass es angesichts der aktuellen Situation „völlig unmöglich“ sei, von Lockerungen zu sprechen. Hans schloss zudem weitere Verschärfungen nicht aus.