Archivierter Artikel vom 30.07.2012, 05:38 Uhr
Birkenfeld

Einzelhandel sieht Nationalpark als Chance

Der Vorstand der Fördergemeinschaft Stadt Birkenfeld hat sich in einer Pressemitteilung für einen Nationalpark Westlicher Hunsrück/Hochwald ausgesprochen. Die Einzelhändler sehen in der Einrichtung eine Chance, endlich wieder positive Akzente zu setzen.

Landschaftlich und kulturell hat die Region viel zu bieten – wie hier der Keltische Baumkreis bei Hoppstädten-Weiersbach. Daraus sollte man mehr machen, fordert die Fördergemeinschaft Birkenfeld. Sie will die Nationalpark-Anstrengungen der Verbandsgemeinde unterstützen.
Foto:  Reiner Dumm
Landschaftlich und kulturell hat die Region viel zu bieten – wie hier der Keltische Baumkreis bei Hoppstädten-Weiersbach. Daraus sollte man mehr machen, fordert die Fördergemeinschaft Birkenfeld. Sie will die Nationalpark-Anstrengungen der Verbandsgemeinde unterstützen.
Foto: Reiner Dumm

In der Presseerklärung der FöG heißt es: Im Wettbewerb zwischen den Regionen kommt es zunehmend darauf an, authentisch zu sein und positive Akzente zu setzen. Dies betrifft nicht nur den Tourismus einer Region, sondern auch die Region als Lebensraum. „Wir müssen in die Zukunft blicken und uns überlegen, welche Möglichkeiten wir noch haben, um attraktiv und wettbewerbsfähig zu sein“,so Dr. Bernhard Alscher, Bürgermeister der Verbandsgemeinde in einem Gespräch mit den Vorstandsmitgliedern der Fördergemeinschaft Stadt Birkenfeld zum Thema Nationalpark Westlicher Hunsrück/Hochwald.

Alscher weiter: „Da sind wir schnell am Ende angelangt, wenn wir uns keine guten neuen Ideen für die Zukunft einfallen lassen. Denn wir haben gegenüber den kommenden Generationen eine Verantwortung. Dabei reden wir nicht nur von Umweltschutz, sondern auch von einer guten Lebens- und Wohnqualität, welche in der heutigen schnell lebenden Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt.“

Immer häufiger fallen in einem Atemzug mit dem Landkreis Birkenfeld Schlagworte wie demografischer Wandel, rasch voranschreitende Entvölkerung und sinkende Kaufkraft. Das Image der Region hat mit dieser permanenten Negativ-Werbung schwer zu kämpfen, meinen die Einzelhändler. „Wir sind es leid“, so der Vorstand der Fördergemeinschaft, „wir brauchen und wollen positive Meldungen. Wir haben dafür das Potenzial, nur haben wir viel zu lange versäumt es zu nutzen.“

Dass ein Nationalpark eine Chance ist, eben dieses brachliegende Potenzial zu aktivieren, dessen sind sich alle einig. „Vielleicht ist es sogar eine der letzten Chancen“, gibt Karl-Heinz Roth, 1. Vorsitzender der FöG, zu bedenken. „Die Fördergemeinschaft Birkenfeld begrüßt daher das Engagement der Verbandsgemeinde Birkenfeld pro Nationalpark“. Eine besondere Chance sehen die Einzelhändler auch in der engeren Zusammenarbeit mit dem Umweltcampus Birkenfeld und in dem Thema Erneuerbare Energien. „Die Verbandsgemeinde ist in dem Bereich bereits sehr gut aufgestellt und auf einem guten Weg“, so Klaus Erdmann von der FöG. „Wir haben das Know-how schließlich direkt vor unserer Tür, und das sollten wir auch nutzen. Damit würden wir uns inhaltlich von anderen Nationalparkregionen abheben und könnten gleichzeitig auch als Region von den Vorteilen profitieren.“

Klar wurde in dem Gespräch ebenfalls, dass es im Zuge eines Nationalparks auch einer gewissen Infrastruktur im Umland bedarf, durch die der Besucher informiert wird und die ihn auch entsprechend lenkt. Das positive Image eines Nationalparks allein reiche nicht aus: „Der Nationalpark soll sowohl der Region als auch der heimischen Wirtschaft einen positiven Aufschwung verleihen.“ red