Kreis Birkenfeld

Die Corona-Notbremse droht: Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Kreis Birkenfeld über die kritische 100er-Marke

Die Corona-Fallzahlen steigen in Rheinland-Pfalz und in ganz Deutschland, auch – wenn auch derzeit noch etwas milder – im Kreis Birkenfeld. Was passiert, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz im Nationalparkkreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen über der Marke von 100 Infizierten pro 100.000 Einwohner liegt? Droht dann wieder eine Ausgangssperre wie schon im Januar? Wir haben bei der Kreisverwaltung nachgehört.

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Dem Kreis droht tatsächlich die Corona-Notbremse. Innerhalb von nur neun Tagen hat sich die Anzahl der binnen einer Woche im Nationalparklandkreis registrierten Corona-Fälle mehr als verdoppelt: Hatte die Sieben-Tage-Inzidenz am 17. März noch 46,9 betragen, so ist sie mittlerweile auf 100,1 angestiegen.

Daher muss sich die Bevölkerung auf noch strengere Corona-Regeln einstellen, kündigt die Kreisverwaltung an: Bewegt sich der Wert drei Tage in Folge jenseits der Inzidenz 100, ist die Kreisverwaltung gezwungen, die von der Landesregierung vorgegebenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Form einer Allgemeinverfügung umzusetzen, die eine nächtliche Ausgangssperre einschließt.

Erst am vorigen Dienstag traten Vorschriften in Kraft, die die Öffnung des kompletten Einzelhandels wieder auf einzelne Branchen reduziert und den anderen „Terminshopping“ auferlegt hat, das bei einer Inzidenz über 50 noch stärker reglementiert würde. Zudem müssten Biergärten und Museen schon wieder dichtmachen. Private Kontakte und der Sport wären dann wieder nur noch mit einer Person aus dem eigenen Haushalt erlaubt.

Im Laufe der Woche hatten sich Infektionen in Kindertagesstätten und Schulen gehäuft und Testaktionen vor Ort nach sich gezogen. Den nach bisherigen Erkenntnissen heftigsten aktuellen Corona-Ausbruch gibt es im Heimbacher Kindergarten.