Archivierter Artikel vom 06.04.2011, 15:57 Uhr
Baumholder

Das frühere Hotel „Zur Post“ ist ein gefährlicher Spielplatz für Kinder

Die Lokalität gab der bekanntesten Rockband Baumholders den Namen: PHF ist das Kürzel für „Post Hotel Fuckers“, und die Gruppe um Sänger David Hetzel benannte sich nach ihrem „Geburtsort“, den Hotel „Zur Post“, wo sie ersten Proberäume hatte. Vielleicht haben die dröhnenden Klänge der Rocker ja auch seinerzeit ihren Teil dazu beigetragen, dass dieses Gebäude nach etlichen Jahren Leerstand in einem extrem baufällige Zustand ist. Der war jetzt auch Gegenstand einer Anfrage im Stadtrat. „Die Situation ist gefährlich“, gab Günter Heinz von der Liste für Baumholder zu bedenken. „Teile des Dachs und von Decken sind schon eingestürzt.“ Sogar kleinere Kinder würden das baufällige Haus als Abenteuerspielplatz nutzen, berichtete der Polizist aus eigener Erfahrung.

Baumholder – Die Lokalität gab der bekanntesten Rockband Baumholders den Namen: PHF ist das Kürzel für „Post Hotel Fuckers“, und die Gruppe um Sänger David Hetzel benannte sich nach ihrem „Geburtsort“, den Hotel „Zur Post“, wo sie ersten Proberäume hatte. Vielleicht haben die dröhnenden Klänge der Rocker ja auch seinerzeit ihren Teil dazu beigetragen, dass dieses Gebäude nach etlichen Jahren Leerstand in einem extrem baufällige Zustand ist. Der war jetzt auch Gegenstand einer Anfrage im Stadtrat. „Die Situation ist gefährlich“, gab Günter Heinz von der Liste für Baumholder zu bedenken. „Teile des Dachs und von Decken sind schon eingestürzt.“ Sogar kleinere Kinder würden das baufällige Haus als Abenteuerspielplatz nutzen, berichtete der Polizist aus eigener Erfahrung.

Auf tragische Weise deutlich wurde dies noch einmal in der vergangen Woche. In dem abbruchreifen Haus wurde die Leiche eines seit November vermissten Jugendlichen entdeckt (wir berichteten). Nur mit großen Sicherheitsverkehrungen konnte die Feuerwehr in das Gebäude vordringen und die Bergung vornehmen. „Von vorne ist das Gebäude zwar abgesperrt, aber man kommt von hinten über die Grünfläche rein“, erläutert Heinz im Gespräch mit unserer Zeitung. „Da muss dringend etwas geschehen, bevor da noch ein Unglück passiert.“

Allerdings sei die derzeitige Situation schwierig, machte Bürgermeister Peter Lang im Stadtrat deutlich. Man habe schon seit längerem vor, das Gebäude zu kaufen, abzureißen und das Grundstück als Bauplatz auszuweisen, aber es gebe keinen Eigentümer. Der frühere Besitzer habe auf sein Eigentumsrecht verzichtet, so die Auskunft der Verbandsgemeinde, womit rechtlich gesehen der Fiskus einen Anspruch habe, auf das Gebäude zuzugreifen, aber dieser habe davon bislang noch keinen Gebrauch gemacht. Den Vorschlag des Ratsmitglieds Heinz, dort Verbotsschilder aufzustellen, werde man zwar aufgreifen und prüfen, erklärte Lang, aber es sei zu befürchten, dass deren Wirksamkeit nur begrenzt sein werde.