Archivierter Artikel vom 29.01.2017, 15:17 Uhr
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Birkenfeld

Ausstellung: Schrecken des Naziterrors nachempfunden

„Wir wollen jetzt ein Experiment machen. Kommen Sie bitte alle mit“, ruft eine Schülerin die Ausstellungsbesucher zusammen und lotst sie von der Gymnastikhalle in einen Vorraum. Dort ist ein Viereck abgegrenzt, das in etwa die Fläche eines Güterwaggons nachbildet, in denen Häftlinge von den Nazis in die KZs transportiert wurden. Die Besucher, 40 oder 50, stellen sich in die rechteckige Fläche, es wird eng. In den Waggons waren manchmal doppelt so viele Juden zusammengedrängt, erklärt die Schülerin, tagelang, mit zwei Eimern am Boden, einer fürs Trinkwasser, einer für die Notdurft. Tote zwischen den Lebenden, die jedes bisschen Feuchtigkeit nutzten, um nicht auch zu verdursten.

Von Karl-Heinz Dahmer Lesezeit: 3 Minuten