Archivierter Artikel vom 01.06.2020, 14:09 Uhr
Idar-Oberstein

Aus Integration wird ganz schnell Isolation

„Geflüchtete Neubürger in Idar-Oberstein trifft die Corona-Krise ebenso wie die Alteingesessenen. Schulen und Kindergärten sind auch für ihre Kinder geschlossen, Arbeitnehmer sind von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit bedroht, und sie leben isoliert in einem Land, in dem sie noch nicht wirklich angekommen sind, in dem sie sich noch nicht völlig auskennen, die Sprache nicht sprechen und in dem sie auch ohne Corona einige Hürden zu nehmen haben“, berichtet Silvia Fickus vom Idar-Obersteiner Café International. Für Geflüchtete bedeutet der allgemeine Shutdown, dass auf einmal wichtige Behörden wie Ausländeramt, Jobcenter, Stadtverwaltung und andere von heute auf morgen geschlossen wurden, und bis heute sind diese nur mit Terminvereinbarung zu erreichen. Dies bringe eine hohe Hürde für Flüchtlinge mit, „denn das Telefonieren in einer fremden Sprache ist weitaus schwieriger als ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht“, erläutert sie.

Vera Müller Lesezeit: 3 Minuten
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