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Abentheuer

Anklage gegen Ex-Ortschef: Staatsanwaltschaft sieht Wahlfälschung in Abentheuer

Von Axel Munsteiner

Kam die „Last-Minute-Kandidatur“ doch zu spät? Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach hat gegen den früheren Abentheurer Ortsbürgermeister Klaus Goldt gemäß Paragraf 107 Strafgesetzbuch Anklage wegen Wahlbetrug erhoben. Das hat der Leitende Oberstaatsanwalt Gerd Deutschler am Mittwoch auf NZ-Anfrage mitgeteilt und damit einen Bericht des SWR bestätigt.

Lesezeit: 3 Minuten
Die Strafverfolgungsbehörde sieht, so Deutschler, einen „hinreichenden Tatverdacht“, dass Goldt am 8. April 2019 in seiner Funktion als Wahlleiter für die Ortsbürgermeister-Urwahl im Nationalparkdorf die Kandidatur der später siegreichen Andrea Thiel als „ordnungsgemäß entgegengenommen und weitergeleitet hat“, obwohl die an diesem Tag um Punkt 18 Uhr endende Frist zur Einreichung ...
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Drei von vier Bewerbern meldeten sich erst am 8. April 2019

Bei der Bürgermeisterwahl in Abentheuer waren im Sommer 2019 vier Kandidaten angetreten. Leo Schapowal, Markus Berang, Andrea Thiel und Thorsten Flick wollten seinerzeit die Nachfolge des scheidenden Gemeindechefs Klaus Goldt antreten. Lediglich Flick hatte frühzeitig seine Bewerbung und die erforderlichen Unterlagen, etwa die Bescheinigung der Wählbarkeit, bei der VG-Verwaltung abgegeben.

Die Vorlage von Unterstützungsunterschriften war in Abentheuer nicht nötig, da der Ort weniger als 500 Einwohner hat. Schapowal reichte seine Bewerbung erst am Vormittag des 8. April im Birkenfelder Rathaus ein, Berang und Thiel hatten das am Spätnachmittag bei Goldt getan. Dabei war umstritten, ob Thiels Bewerbung noch rechtzeitig vor 18 Uhr vorlag. In der ersten Runde der Bürgermeisterwahl schieden Berang und Schapowal am 26. Mai aus. Thiel und Flick schafften es ins Stechen, das die Mitarbeiterin der Kreissparkasse am 16. Juni mit 54,3 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen für sich entschied. ax

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