Archivierter Artikel vom 15.11.2011, 15:31 Uhr
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Baumholder

200 Menschen brauchen die Tafel

Vor fünf Jahren hat die Baumholderer Tafel erstmals ihre Arbeit aufgenommen. Inzwischen liegen circa 250 Ausgabetage hinter der Tafel. „Wir staunen selbst“, sagt Pfarrer Burkhard Zill. Die evangelische Kirchengemeinde ist nominell Träger und repräsentiert den gleichberechtigten Trägerverbund.Am Dienstagabend wurde dieses kleine Jubiläum mit einem Festgottesdienst mit anschließendem Empfang in der evangelischen Kirche begangen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wie Zill erklärt. Lachend, weil die Zusammenarbeit im Team und in der Gemeinschaft mit den benachbarten Tafeln wunderbar klappt, weinend, weil die Arbeit der Tafeln leider nicht überflüssig ist. Rund 70 Haushalte mit rund 200 Personen werden durch die Lebensmittelausgabe versorgt. Die Zahl ist seit dem Anfangsjahr beinahe konstant. Erstkunden müssen eine Einkommensbescheinigung vorlegen, um Missbrauch zu vermeiden. Melanie Hietzker leitet die Tafel ehrenamtlich. „Wer kann mit 364 Euro im Monat anständig leben – niemand“, beschreibt die 72-Jährige ihre Motivation sich zu engagieren. Außerdem bekomme sie sehr viel zurück. „Die Menschen sind sehr dankbar.“ Für die Lebensmittel und die Gespräche. Das gibt nicht nur ihr Kraft.

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