Archivierter Artikel vom 01.06.2016, 18:10 Uhr
Sessenbach

Wildschwein gerissen: Kein Hinweis auf einen Wolf

Das in einem Wald bei Sessenbach gerissene Wildschwein ist offenbar kein Indiz dafür, dass sich der „Dierdorfer Wolf“ noch in der Gegend aufhält. Das teilt eine Sprecherin des Umweltministeriums in Mainz mit.

Grausiger Fund im Sessenbacher Wald: Hat ein Wolf das Wildschwein gerissen und ausgeweidet? Das ist die Frage. Wolfsexperten an der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt halten das eher für unwahrscheinlich.
Grausiger Fund im Sessenbacher Wald: Hat ein Wolf das Wildschwein gerissen und ausgeweidet? Das ist die Frage. Wolfsexperten an der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt halten das eher für unwahrscheinlich.
Foto: Privat

Es gebe laut den Wolfsexperten an der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt keine Hinweise darauf, dass ein Wolf das Schwein gerissen hat. Aufgrund des großen Aktionsradius' von Wölfen könne nicht davon ausgegangen werden, dass der Wolf, der in Giershofen neue Damwildtiere getötet hat, sich noch in der Nähe aufhält. Von daher betonen die Experten: „Funde toter Tiere bedürfen einer genauen Begutachtung, bevor der Wolf als Verursacher in Betracht gezogen wird.“