Archivierter Artikel vom 25.10.2018, 17:06 Uhr

Warum rund um Irlich immer wieder Bomben auftauchen

Die Eisenbahnbrücke über die Wied im Neuwieder Stadtteil Irlich war während des Zweiten Weltkriegs laut Kampfmittelexperte Horst Lenz ab Herbst 1944 bis in den Februar 1945 Ziel von massiven Bombeangriffen der Alliierten – vor allem aus taktischen Gründen.

„Man wollte über die Zerstörung der Brücke den Eisenbahnverkehr auf der rechtsrheinischen Schiene unterbinden, um den Nachschub zu erschweren und unmöglich zu machen“, sagt Lenz. Dieses kleine Ziel sei mit einer enormen Menge an Bomben bekämpft worden.

Der Kampfmittelexperte geht davon aus, dass allein über 2500 500-Kilogramm-Bomben im Bereich der Irlicher Brücke abgeworfen wurden. Insgesamt schätzt Horst Lenz, dass etwas weniger als 3000 größere Bomben rund um die Wiedbrücke abgeworfen wurden. aeg