Archivierter Artikel vom 19.01.2022, 10:23 Uhr
Kreis Neuwied

VGs Bad Hönningen und Linz betroffen: Erdgas wird erst in zwei Rheinkommunen umgestellt

Das Projekt „Erdgasumstellung im Bereich Mittelrhein I“ tritt 2022 in die entscheidende Phase. Nachdem 2020 die gasbetriebenen Geräte von Monteuren erfasst worden sind, geht es in diesem Jahr um die Anpassung der einzelnen Geräte. Dies ist notwendig, damit zum Beispiel Erdgasheizungen auch nach den Schaltterminen reibungslos und sicher funktionieren.

Mit solchen Aufklebern sind die Geräte gekennzeichnet, die bereits erfasst wurden.  Foto: Peerenboom/EVM
Mit solchen Aufklebern sind die Geräte gekennzeichnet, die bereits erfasst wurden.
Foto: Peerenboom/EVM

Bei den Energienetzen Mittelrhein (ENM) laufen die Vorbereitungen für die Umstellung von L-Gas auf H-Gas auf Hochtouren. Auf Basis der 2020 erhobenen Daten wurden die jeweils nötigen Ersatzteile beschafft, die nun im nächsten Schritt in Kundenanlagen eingebaut werden müssen. „Dies geschieht oft vor dem jeweiligen Schalttermin, vor allem bei Brennwertgeräten in der Regel aber auch erst nach der Schaltung. Dies hängt vom jeweiligen Gerät ab“, informiert Marcelo Peerenboom, Sprecher der Gruppe der Energieversorgung Mittelrhein (EVM). Die Monteure kündigen ihren Besuch beim Kunden zuvor an. Der erste Schalttermin steht am 3. Mai an. Im Kreis Neuwied sind von diesem Termin an die Verbandsgemeinden Linz und Bad Hönningen betroffen.

Die Umstellung kommt nicht von ungefähr: Derzeit beliefert die Netzgesellschaft der EVM die Kunden in der Region mit sogenanntem L-Gas aus deutschen und niederländischen Vorkommen. Deren Vorräte gehen zur Neige, sodass künftig H-Gas durch die Leitungen strömen wird, das im Wesentlichen aus norwegischen und russischen Quellen stammt. Da dieses eine andere Zusammensetzung hat, sind an den meisten Geräten bei Erdgaskunden Anpassungen nötig.

Wer in den aufgeführten Orten wohnt und wessen Gerät bisher noch nicht von einem Monteur registriert wurde, sollte sich dringend im Erdgasbüro melden. „Einige Bürger haben unseren Monteuren bisher nicht die Möglichkeit gegeben, die Geräte in Augenschein zu nehmen. Diese sollten sich möglichst umgehend melden, damit dieser Besuch nachgeholt werden kann, damit wir noch notwendige Teile vor dem Schalttermin beschaffen können“, erklärt Marcelo Peerenboom. Ebenso sollten sich die Kunden melden, die in der Zwischenzeit ein Gerät ausgetauscht haben. Auch aus Sicherheitsgründen sei es wichtig, dass alle Geräte an die neue Gasqualität angepasst werden. Die Kosten würden über eine spezielle, bundesweite Umlage refinanziert, so Peerenboom.

Wer Fragen zur Erdgasumstellung hat, kann sich an das eigens eingerichtete Erdgasbüro unter Telefon 0261/2999-60.100 wenden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.enm.de/erdgas umstellung. Fragen können auch per E-Mail an erdgasumstellung@enm.de gerichtet werden.