Archivierter Artikel vom 30.08.2017, 20:00 Uhr
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Kreis Neuwied

Verkannter Beruf: Badbetreibern gehen die Fachleute aus

Ein Poolsheriff, der lässig mit Sonnenbrille an exponierter Stelle sitzt, der Damenwelt ungeniert auf den Allerwertesten glotzt und dann und wann mit Trillerpfeife oder per Zuruf für Ordnung sorgt – das Image eines „Bademeisters“ ist häufig nicht das beste. Das bestätigt auch Uwe Knopp, der als geprüfter Meister für Bäderbetriebe in der Deichwelle Neuwied das Team einer immer seltener werdenden Berufsgruppe leitet. Denn nur wenige Jugendliche interessieren sich heutzutage überhaupt für eine Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe, obwohl der Beruf weitaus mehr bietet als nur die Aufsicht am Beckenrand. Bundesweit fehlen nach Angaben der Süddeutschen Zeitung insgesamt 2000 Fachkräfte. Die Badbetreiber in der Region können ein Lied davon singen, wie schwer es ist, freie Ausbildungsstellen zu besetzen.

Von Damian Morcinek Lesezeit: 3 Minuten