Archivierter Artikel vom 01.07.2020, 17:12 Uhr
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Neuwied

Stolperstein-Serie: Auch eine deutschnationale Gesinnung rettete Walter Danzig nicht

75 Jahre ist es her, dass die alliierten Truppen die Konzentrationslager der Nazis befreiten. Für rund sechs Millionen Menschen kam das jedoch zu spät. Unter den Opfern waren auch knapp 300 Neuwieder, an die mittlerweile Stolpersteine erinnern. In einer Serie für die Rhein-Zeitung erzählt deren Initiator Rolf Wüst vom Deutsch-Israelischen Freundeskreis von den Schicksalen der Ermordeten – heute von Walter Friedrich Danzig. Wie viele deutsche Juden nahm er am Ersten Weltkrieg teil. Er teilte sogar eine deutsch-nationale Gesinnung teilte und lehnte den Versailler Vertrag als „Diktat“ ab. „Es ging Walter Danzig offensichtlich darum, die deutschen Juden als integralen Bestandteil der deutschen Nation zu etablieren“, schätzt Wüst ein.

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