Archivierter Artikel vom 12.05.2021, 15:37 Uhr
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Neuwied

Selbst Tränen um Verstorbene sind gefährlich: Ein Bestatter schildert den Corona-Alltag

Als Jens Holz an diesem Nachmittag über seine Arbeit als Bestatter in Neuwied spricht, sitzt er im selben Raum, wo gewöhnlich die Trauergespräche mit Angehörigen stattfinden. Tür und Fenster sind geöffnet, vom Garten dringt frische Luft herein. Die Maske verbirgt den braun-roten Bart des 46-Jährigen. Seit über einem Jahr ist er das nun gewohnt. Als er – exemplarische für die Branche – über Abstandsregeln und digitale Trauerfreiern spricht, macht der Bestatter eine Ausnahme – normalerweise möchte er das Wort „Corona“ in den Gesprächen, die in diesem Raum gewöhnlich stattfinden, so gut es geht vermeiden.

Von Markus Kilian Lesezeit: 4 Minuten
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