Neuwied

Klimaschutz und Menschenrechte: Aktivisten rücken Umweltschützer in Südamerika in den Fokus

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Auf den Kampf der indigenen Kleinbauern gegen die Großkonzerne, die den Amazonasurwald roden, machten die Neuwieder Amnesty-Aktivisten an einem Stand in der Innenstadt aufmerksam. Foto: Jürgen Grab

Amnesty International setzt sich für Klimagerechtigkeit ein. Denn die Folgen des globalen Klimawandels träfen vor allem die Ärmsten. Amnesty betrachtet den gegenwärtigen menschengemachten Klimawandel als ein ethisches und politisches Problem. Klimaschutz müsse immer im Zusammenhang mit dem Schutz der Menschenrechte gedacht werden.

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Die Aktivisten der Neuwieder Amnesty-Gruppe informierten am Samstag an einem Stand in der Neuwieder City über dieses Thema mit speziellem Fokus auf die Arbeit der Umweltschützer in Südamerika. Die Folgen von Bergbau und Ölindustrie in diesen Ländern hätten verheerende Folgen auf die Umwelt und die Lebensbedingungen der dort lebenden indigenen Völker, schreiben sie in einer Pressemitteilung. Die Kontaminierung von Flüssen und Seen sei an der Tagesordnung, wenn Großkonzerne – darunter auch welche aus Deutschland – für den Abbau von Kobalt und anderen seltenen Metallen den Amazonasurwald roden. Die Organisation Fedepesan unterstütze die indigenen Kleinbauern – trotz Morddrohungen gegen sie und ihre Mitarbeiter. Deshalb hat Fedepesan den Menschenrechtspreis von Amnesty International erhalten.

Gruppensprecherin Susanne Kudies erklärt, der Schutz des Regenwalds sei elementarer Bestandteil des weltweiten Klimaschutzes. Deshalb kämpfe die Organisation Fedepesan nicht nur für die Rechte der Kleinbauern Südamerikas und der indigenen Bevölkerung, sondern auch für den weltweiten Klimaschutz. Das komme auch uns zugute und müsse daher unterstützt werden, meinen die Neuwieder Aktivisten. Deshalb sammeln sie Unterschriften für eine Petition, die die Behörden in Kolumbien auffordert, die Fedesan-Mitarbeiten gegen die Drohungen der Industriellen zu unterstützen. Die Petition kann auch im Internet auf der Amnesty-Homepage digital unterschrieben werden. red