Archivierter Artikel vom 11.06.2017, 17:35 Uhr
Rengsdorf

Gut behütet: Die RZ-Matinee in sieben Kopfbedeckungen

Ein Hut schützt ideal vor der Sonne – und davon gab es reichlich am Sonntag bei der RZ-Matinee in Rengsdorf. Wortwörtlich gut behütet waren viele Menschen in den ehemaligen Henkel-Park gekommen. Beim Rundgang fielen der RZ sieben Kopfbedeckungen ins Auge.

Von Marion Ziegler

Seinen Panama-Hut hatte Herbert Bappert aufgesetzt. Gemeinsam mit Ehefrau Barbara schwärmte der Harderter vom tollen Hauptgebäude, der einstigen „Villa Henkel“. „Wir finden das toll, dass man in den Park mal reinkann“, sagte Bappert. Denn für die Öffentlichkeit ist die mehr als 100 Jahre alte Anlage sonst nicht zugänglich. Sie gehört heute dem Unternehmen „Lohmann & Rauscher“ (L&R), die Villa dient als Schulungszentrum.

Jörg Niebergall

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Einen erdbraunen Strohhut wählte Brigitte Raithelhuber aus Bendorf für die RZ-Matinee. Vom Balkon der Villa überblickte sie den Park zusammen mit Ilo Fischbach aus Neuwied, die ihren Kopf mit einem Hut aus hellem Gewebe bedeckte. Beide kannten den Park nur vom Vorbeifahren und wollten nun die vielen Bäume aus der Nähe betrachten. Pflanzen aus aller Welt wachsen im Henkel-Park, darunter jahrzehntealte Rhododendren, imposante Douglasien und ein asiatischer Gingkobaum.

„Wenn der mal geöffnet ist, sollte man rein“, sagte auch Dieter Kröll über den Park. Der Rengsdorfer gehe schließlich jeden Tag daran vorbei. Auf dem Kopf trug er eine erst kürzlich gekaufte Schiebermütze in sommerlichem Hellblau-Grau. Mit pflegeleichtem Stoffhut in Strohoptik bedeckte dagegen Yan Zhang aus Oberraden ihr Haupt. Ihrem Sohn gefiel beim Rundgang durch den Park besonders die Musik von Uwe Wagners „Hangklang“. Auf dem metallenen Instrument erzeugte Wagner immer wieder meditative Töne an verschiedenen Orten im Park. Von der schattig gelegenen Laube oberhalb der zentralen Rasenfläche tönten mal die sanfte Musik des Streichquartetts „Da capo“, mal András Orban am Klavier mit Victoria Nyulász an der Querflöte und mal der Gesang von Mezzosopranistin Ilka Lenz-Heuchemer. Schwarze Seidenblumen schmückten Roswitha Kerns schwarzen Strohhut. Die Gladbacherin schwärmte von Park und Villa: „Das ist ja ganz besonders.“

Ganz unbehütet wagte sich dagegen der Rengsdorfer Verbandsgemeindebürgermeister Hans-Werner Breithausen zur Matinee. „Garten ist im Moment in“, sagte er. Und der Henkel-Park habe ein Alleinstellungsmerkmal in der Verbandsgemeinde. Die VG veranstaltete die Matinee zusammen mit L&R und der Rhein-Zeitung – „ein tolles Event“, resümierte Breithausen. Ebenso oben ohne (Hut) moderierte „Herr Prekär“ die Matinee. Der Aktionskünstler zeigte sich überrascht vom Andrang und dem „Knallerwetter“. Um weitere Bänke aufzustellen, packte Prekär kurzerhand mit an. Denn die Sitzplätze im Schatten waren um die Mittagszeit heiß begehrt. Bereits zwei Stunden nach Beginn der Matinee hatten die Veranstalter mehr als 1000 Besucher gezählt. Von immensem Publikumsandrang sprach auch Brigitte Riebold von der Tourist-Information Rengsdorfer Land – „das Wetter phänomenal, der Park ein Traum, das Programm von erstklassiger Qualität“, lobte sie – unter der breiten Krempe ihres Hutes hervor.

Von unserer Reporterin Marion Ziegler