Dierdorf

Großübung vor dem Hallenbad Dierdorf: Im Kampf gegen giftige Gase und gefährliche Flüssigkeiten

Von Redaktion
Im Kampf gegen giftige Gase und gefährliche Flüssigkeiten: die Großübung des Gefahrenstoffzugs der Feuerwehr des Landkreises Neuwied.
Im Kampf gegen giftige Gase und gefährliche Flüssigkeiten: die Großübung des Gefahrenstoffzugs der Feuerwehr des Landkreises Neuwied. Foto: Feuerwehr VG Dierdorf/Wolfgang Tischler

Der Gefahrenstoffzug der Feuerwehr des Landkreises Neuwied hat zusammen mit anderen Einheiten den Ernstfall vor dem Hallenbad in Dierdorf geprobt.

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Chlorgas breitet sich aus, und im Keller des Hallenbades in Dierdorf müssen Behältnisse mit Gefahrenstoffen geborgen werden, aus denen Flüssigkeiten auslaufen – dieses Szenario hat den Gefahrenstoffzug der Feuerwehr des Landkreises Neuwied sowie die Einheiten aus der Stadt Neuwied und den Verbandsgemeinden Asbach, Dierdorf und Unkel im Rahmen einer groß angelegten Übung erwartet. Laut Pressemitteilung der Verbandsgemeinde (VG) Dierdorf fand diese auf dem Parkplatz am Hallenbad statt.

Eine Aufgabe bestand darin, zu unterbinden, dass das Gas ausströmt, sowie die Behälter zu bergen und die Flüssigkeiten umzufüllen. Dabei waren umfangreiche Vorbereitungen zu treffen, ehe die Einsatzkräfte in den Gefahrenbereich gehen konnten. So musste zum Beispiel eine Dekontaminationsstation aufgebaut werden, in der die Kräfte nach dem Einsatz wieder gereinigt werden, ehe der Chemikalienschutzanzug abgelegt werden kann. Eine wichtige Aufgabe ist auch, die Sauerstoffversorgung der Atemschutzgeräteträger zu kontrollieren und abzuschätzen, wie viel Zeit verbleibt.

Feuerwehren im Kreis probten den Ernstfall.
Feuerwehren im Kreis probten den Ernstfall.
Foto: Feuerwehr VG Dierdorf/Wolfgang Tischler
Weitere Einsatzkräfte waren damit beschäftigt, für Absperrungen zu sorgen und Gefahren- und Warnbereiche festzulegen. Zudem mussten die Wehrleute eine Wasserversorgung aufbauen, um gegebenenfalls austretende giftige Dämpfe mit einem Wassernebel niederschlagen oder begrenzen zu können. Während der gesamten Übung wurden verschiedene Messungen durchgeführt, um bei erhöhten Werten sofort reagieren zu können.

Die Leitung des Einsatzes lag beim Wehrleiter der Verbandsgemeinde Dierdorf, Andreas Schmidt, der auch gleichzeitig stellvertretender Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises ist. Landrat Achim Hallerbach und der Dierdorfer Verbandsgemeindebürgermeister Manuel Seiler waren an Ort und Stelle, um sich ein Bild von der Übung zu machen. Seiler meinte: „Es ist gut zu wissen, dass unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer regelmäßig den Ernstfall üben, um entsprechend gewappnet zu sein.“ Auch Landrat Hallerbach zeigte sich zufrieden, dass die Zusammenarbeit der einzelnen Einheiten so reibungslos geklappt habe. Dies war eines der Übungsziele. Während der gesamten Übung sorgten vier Einsatzkräfte des DRK-Ortsvereins Dierdorf für die Sicherheit der rund 70 Feuerwehrleute.

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Eine Dekontaminationsstation wurde aufgebaut.
Foto: Feuerwehr VG Dierdorf/Wolfgang Tischler

Beim Schlussresümee im Feuerwehrgerätehaus seien sich die Führungskräfte einig gewesen, dass die Zusammenarbeit der einzelnen Einheiten gut funktioniert habe. Die Aktiven wünschten sich eine Wiederholung mit einem anderen Einsatzszenario.