Archivierter Artikel vom 24.05.2016, 15:38 Uhr
Dierdorf

DNA-Analyse beweist: „Dierdorfer Wolf“ stammt aus dem Kreis Cuxhaven

Der Wolf, der am 24. und 26. April in einem Damwildgehege in Giershofen insgesamt neun Tiere gerissen hat, stammt aus einem Rudel im Landkreis Cuxhaven (Niedersachsen).

Der Wolf, der bei Dierdorf zehn Stück Damwild gerissen hat, bleibt weiter spurlos verschwunden. Dieser hier ist es aber nicht.
Der Wolf, der bei Dierdorf zehn Stück Damwild gerissen hat, bleibt weiter spurlos verschwunden. Dieser hier ist es aber nicht.

Die DNA-Analyse des Senckenberg Instituts ergab, dass von dem gleichen Tier in diesem Jahr bereits Spuren in der Nähe seines Heimatrudels sowie in den Kreisen Lippe, Warendorf und im Rheinisch-Bergischen Kreis (Nordrhein-Westfalen) nachgewiesen werden konnten. Das teilt das Umweltministerium in Mainz mit. Zudem habe ein DNA-Abgleich ergeben, dass es sich bei dem Dierdorfer Wolf nicht um das wolfsähnliche Tier handelte, das am 6. Mai bei Marburg (Hessen) tot aufgefunden wurde. Seit den Vorfällen im Westerwald seien keine weiteren Spuren des Wolfes festgestellt worden. Halter von Nutztieren ruft das Ministerium auf, die bei der Beaufsichtigung der Tiere erforderliche Sorgfalt zu beachten.

Für alle Fälle hat das Umweltministerium eine zentrale Hotline eingerichtet: Unter der Telefonnummer 06306/911 199 oder der E-Mail wolf@snu.rlp.de erhält man Beratung bei Präventionsmaßnahmen, bei einem Schaden an Nutztieren, Jagd- oder Hütehunden und kann Hinweise melden.