Archivierter Artikel vom 28.09.2020, 17:12 Uhr
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Neuwied

„Der Trafikant“ feiert Premiere: Ein Spiel um Leid und Liebe

Sommer 1937 in Wien – das ist nicht nur Stephansdom, Prater und Hendl, da geht auch die Angst um vor einem möglichen Einmarsch der Deutschen in Österreich. Ausgerechnet da kommt der junge Franz Huchel, ein Landbub vom Attersee, in die Stadt, um, nicht ganz freiwillig, beim Trafikanten, beim Tabak- und Zeitungshändler Otto Trsnjek, in die Lehre zu gehen. Dass er, sein Lehrherr und auch der berühmte „Deppendoktor“, der Professor Sigmund Freud, von den drohenden Wirren erfasst werden, ist unvermeidlich. Robert Seethaler machte aus dem Stoff nicht nur einen erfolgreichen Roman, sondern arbeitete ihn auch in ein Schauspiel um. „Der Trafikant“ hatte jetzt im Schlosstheater Neuwied Premiere.

Von Lieselotte Sauer-Kaulbach Lesezeit: 3 Minuten