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Neuwied

Das Schicksal der Familie Einstein: Für Neuwieder Rabbiner war Hochwasser ein Menetekel

„Rhein und Mosel haben den höchsten Wasserstand dieses Jahrhunderts erreicht. Neuwied steht unter Wasser. Pioniere sind zur Rettung dahin, Unglücksfälle bisher nicht gemeldet!“ Das telegrafiert der Oberpräsident der Rheinprovinz in Koblenz, Moritz von Bardeleben, nach Berlin, wie in der „Neuwieder Zeitung“ vom 2. Dezember 1882 zu lesen ist. Tatsächlich ist die Lage in Neuwied dramatisch. Nur wenige der 9600 Einwohner sind nicht von den Fluten, die alle Gebäude bis zum ersten Stock unter Wasser setzen, betroffen. Nur dank des Einsatzes der vom Fürsten zu Hilfe gerufenen Pioniere aus Koblenz sind keine Menschenleben zu beklagen. Als das Wasser zurückgeht, werden erhebliche Schäden an den Gebäuden sichtbar. Heftig in Mitleidenschaft gezogen ist auch die Synagoge der jüdischen Gemeinde.

Von Lieselotte Sauer-Kaulbach Lesezeit: 4 Minuten
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