Archivierter Artikel vom 03.03.2021, 06:00 Uhr
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Neuwied

Auf Distanz und doch berührend: Virtuelle Theaterpremiere von „Sophie Scholl – Die letzten Tage“

Es geschieht erneut: Unter schrillen Streicherklängen zieht die Sekretärin (Hanna Pelz) abermals eine Schublade aus dem meterhohen Schrank. Ein dicker Block Briefmarken kommt zum Vorschein. Es sind 140 Stück, für die sich Sophie Scholl (Stella Withenius) im Verhör mit Gestapo-Inspektor Robert Mohr (Till Brinkmann) verantworten muss. Ein weiteres Beweismittel dafür, dass sie Flugblätter in ganz Süddeutschland verschicken wollte? Zunächst streitet Sophie das ab, bevor sie ruft: „Ich habe Flugblätter verteilt und ich bin stolz darauf.“ Denn sie ist sich sicher: „Angst ist das Ende eines jeden großen Gedanken.“

Von Markus Kilian Lesezeit: 3 Minuten