Im Innenstadtlabor gibt es jede Woche vielfältige Workshops, Kultur und Shopping am Luisenplatz - Angebot "kommt gut an"
Anpacken und machen im Innenstadtlabor: Mit kreativen Ideen die Neuwieder City beleben
Citymanagerin Michaela Ullrich (rechts) und die Künstlerin Rahel Troll freuen sich auf weitere Interessenten, die einen Popup-St
Citymanagerin Michaela Ullrich (rechts) und die Künstlerin Rahel Troll freuen sich auf weitere Interessenten, die einen Popup-Store in bester Lage eröffnen möchten. Foto: Stadt Neuwied/Maxie Meier
Maxie Meier. Stadt Neuwied/Maxie Meier

Neuwied. Im Innenstadtlabor gibt es jede Woche vielfältige Workshops, Kultur und Shopping am Luisenplatz zum Anfassen – das Angebot kommt laut Stadt „gut an“.

Es ist ein Ort für Macher, das Innenstadtlabor in Neuwied. Wer anpacken möchte, kann sich auf der Experimentierfläche für kreative Konzepte, so die Stadt Neuwied, austoben, um „die lebendige Innenstadt der Zukunft zu gestalten“. Auf zwei Etagen bietet das Labor Verkaufsflächen, Raum für Workshops und Kunstausstellungen. Im Erdgeschoss ist aktuell noch Raum, einen eigenen Pop-up-Store zu betreiben, lässt die Stadt weiter wissen.

Begegnungen mit Passanten teilen

Derzeit füllt nach Angaben der Verwaltung Rahel Troll „den großzügigen Verkaufsraum in bester Lage am Neuwieder Luisenplatz“ aus. Sie präsentiert Kunstwerke, individuelle handgemachte Schmuckstücke und Accessoires. Und sie würde gern noch mehr teilen: Mit den Passanten möchte sie Momente der Begegnung teilen, setzt sich dazu mit ihrem Werkzeug auch mal vor die Tür des Ladens und arbeitet im Dialog mit der Stadt an neuen Bildern, hält die Eindrücke in Farbverschmelzungen auf Leinwand fest.

Teilen will sie auch die vielfältig nutzbare Fläche im Innenstadtlabor in den ehemaligen Räumen der Bäckerei Geisen in der Langendorfer Straße 120, die dank Fördermitteln aus dem Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ kostenfrei genutzt werden dürfen. „Etwas Handgemachtes würde sich gut mit meinem Angebot ergänzen“, überlegt die Künstlerin und ergänzt: „Andererseits könnte auch etwas komplett anderes einen Reiz für die Gäste ausmachen. Das Ladenlokal bietet so viele Möglichkeiten, sich auszuprobieren – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Wer mutig unsere Stadt mitgestalten möchte, ist hier gut aufgehoben.“

Das Ladenlokal bietet so viele Möglichkeiten, sich auszuprobieren – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Wer mutig unsere Stadt mitgestalten möchte, ist hier gut aufgehoben.

Rahel Troll, Künstlerin, die aktuell in den ehemaligen Räumen der Bäckerei Geisen ist.

Dem pflichtet Citymanagerin Michaela Ullrich, die ihr Büro im Innenstadtlabor hat, um nah bei und mit den ortsansässigen Geschäftsleuten zu arbeiten, uneingeschränkt zu. Innenstadt neu zu denken, sei ein Prozess, der Zeit und Raum brauche – und vor allem kreative Köpfe, die es anpacken wollen, befindet sie. „Diese treffen sich regelmäßig im Innenstadtlabor, um Ideen auszutauschen, Aktionen zu planen und einander tatkräftig zu unterstützen“, weiß Ullrich zu berichten.

So nutzen die Deichstadtfreunde den Saal im Obergeschoss für Vernetzungstreffen der Innenstadtakteure. Und bei der wöchentlichen Baustellensprechstunde kommen Anlieger der Schloßstraße, um im direkten Austausch mit dem Stadtbauamt bestmögliche Lösungen zu finden, die unvermeidbaren Einschränkungen während der Bauphase abzufedern. Baustellenbetreuer Jwan Kado ist jeden Dienstag von 9.30 bis 10.30 Uhr in der Langendorfer Straße 120 und beantwortet alle Fragen zum Baufortschritt und den nächsten Schritten auf dem Weg zum „Boulevard“ Schloßstraße.

Shoppen und zur Ruhe kommen

Innenstadt neu zu denken bedeutet aber auch, Einkaufen neu zu denken, so Ullrich. Was kann der örtliche Handel bieten, was online nicht geht? Und wie können Onlineshopper wieder überzeugt werden, den Euro in der eigenen Stadt auszugeben?

Eine Idee ist die sogenannte „Stille Stunde“, in der Lichter, Musik und andere Reize gedämpft werden. Eine Idee, die Inklusion fördert und auch in anderen Bereichen bereits gut angenommen wurde. Beispielsweise auf der Heddesdorfer Pfingstkirmes, die erstmals einen reizreduzierten Inklusionstag organisierte. Mit Stille und einer kleinen Auszeit nach dem Vorbild des japanischen Waldbadens überrascht das Innenstadtlabor schon heute neugierige Passanten: Eine Installation der Künstlerin Rahel Troll bringt durch Farbe, Klang und Duft das Walderlebnis in den Trubel der Stadt.

Wer sich an der geplanten „Stillen Stunde“ in Neuwied beteiligen möchte, kann Kontakt zu Citymanagerin Michaela Ullrich per E-Mail an mullrich@neuwied.de oder unter Tel. 02631/802.254 aufnehmen. Sie freut sich zudem über weitere Bewerbungen unter innenstadtlabor@neuwied.de

Top-News aus der Region