Archivierter Artikel vom 10.04.2017, 17:10 Uhr
Dierdorf

Absturz aufgeklärt: Dierdorfer Pilot flog zu langsam

Der Absturz eines Ultraleichtflugzeugs beim Flugtag in Dierdorf-Wienau im September 2016 ist aufgeklärt. Der Bericht der Experten liegt vor. Für die Besucher des Flugplatzfestes waren es dramatische Szenen.

Bei einem Flugtag in Dierdorf-Wienau im Landkreis Neuwied ist im September 2016 ein Ultraleichtflugzeug abgestürzt.

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Der Pilot kam dabei ums Leben.

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Zeugen berichteten, dass es sich bei dem abgestürzten Flieger um den sogenannten Bonbon-Bomber handelt, einem Doppeldecker, das die Kinder jedes Jahr mit besonderer Freude erwarteten.

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40 Meter über dem Boden soll es dann nach vorn gekippt und trudelnd auf die Weise neben dem Flugfeld aufgeschlagen sein.

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Hier fing es fing sofort Feuer. Die Feuerwehr löschte den Brand schnell, doch der Pilot, der wohl noch lebend aus dem Wrack gerettet werden konnte, starb kurz darauf.

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Notarzt und Rettungswagen konnten nicht mehr helfen.

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Das Leichtfluggerät stürzte auf die Wiese und fing sofort Feuer.

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Vor allem die Kinder freuten sich immer auf den roten Doppeldecker.

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Der Pilot des „Bonbon-Bombers“ Stark kurz nach dem Absturz.

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Das Flugfest, das am Sonntag fortgesetzt werden sollte, wurde nach dem Unfall abgebrochen.

Sascha Ditscher

Der Ultraleichtflieger stürzte in einen tieferen Teil des Flugplatzes ab und ging dort in Flammen auf. Die anwesende Feuerwache – üblich bei solchen Flugtagen – eilte sofort zur Absturzstelle und löschte den Brand.

Sascha Ditscher

Der Flugtag ist vorüber. Kaum noch Publikum auf dem Gelände, auch die Feuerwehr baut bereits zurück.

Sascha Ditscher

Dem Unfallbericht zufolge sei der 80 Jahre alte Pilot zu langsam geflogen, woraufhin es zu einem Strömungsabriss an den Tragflächen gekommen sei, heißt es im Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig.

Der Mann war bei dem Absturz während einer Kunstflugvorführung ums Leben gekommen. Der Pilot sei aufgrund der zu langsamen Geschwindigkeit ins Trudeln geraten und habe dieses nicht beenden können, sagte ein BFU-Sprecher. Hinweise auf eine Triebwerkstörung gebe es keine. Auch die Höhen- und Seitenruder des Flugzeugs seien funktionsfähig gewesen. Der 80-Jährige sei mit rund 932 absolvierten Flugstunden sehr erfahren gewesen, heißt es im Untersuchungsbericht weiter.