Kaisersesch/Cochem

Verbandsgemeinden koordinieren Hilfe: Was an Hilfe in der VG Cochem und Kaisersesch unterwegs ist

Auf Facebook hat die Verbandsgemeinde Kaisersesch zu Spenden für die Opfer des Hochwassers im nördlichen Rheinland-Pfalz auf. Inzwischen sind fünf Sammelstellen eingerichtet – in Binningen, Hambuch, Hauroth, Masburg und Müllenbach. Und auch in der Verbandsgemeinde Cochem bildeten sich an vielen Orten spontan Initiativen, die den Opfern der Starkregenkatastrophe helfen, berichtet Bürgermeister Wolfgang Lambertz. Die gesammelten Spenden seien überwiegend bereits zu den Sammelstellen gebracht worden, sagt der VG-Chef.

Ein Auto der Pommerner Feuerwehr hat sich am Samstag auf den Weg zum Nürburgring gemacht. Die Lebensmittel sind für die Betroffenen an der Ahr bestimmt.
Ein Auto der Pommerner Feuerwehr hat sich am Samstag auf den Weg zum Nürburgring gemacht. Die Lebensmittel sind für die Betroffenen an der Ahr bestimmt.
Foto: privat

Wehren aus der VG Kaisersesch in Mayen

VG Kaisersesch/Mayen. Jede helfende Hand wird derzeit nicht nur im Ahrtal, sondern auch beim Rekord-Hochwasser an der Nette in Mayen gebraucht. Aus diesem Grund sind die Freiwilligen Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Kaisersesch ihren Kameraden zur Seite gesprungen. 40 Wehrleute sind in der Eifelstadt im Einsatz, um vornehmlich Keller mit Spezialpumpen, die bis zu 5000 Liter in der Minute aufnehmen können, leer zu pumpen. bro

Pfarreiengemeinschaft sammelt für die Opfer

Ulmen. Die Pfarreiengemeinschaft Ulmen bittet in den Gottesdiensten bis voraussichtlich 1. August um Geldspenden für die Flutopfer in der Ahr-Region. Neben den üblichen Kollekten werden sogenannte Türkollekten am Ende der Messen oder Wort-Gottes-Feier abgehalten. Darüber hinaus können Spenden auf das nachfolgende Konto bei der Sparkasse Mittelmosel eingezahlt werden: Kirchengemeindeverband Ulmen IBAN: DE77 5875 1230 0032 3795 70 BIC: MALADE51BKS; Kennwort „Flutopfer Ahr-Region“. wp

Tanzen für die von der Flut Betroffenen

Cochem. Der TV-Cochem veranstaltet am Dienstag, 20. Juni, um 20 Uhr ein Benefiz-Zumba in der Sporthalle in der Cochemer Jahnstraße. Dabei werden Geldspenden für Flutopfer gesammelt. Es gelten die aktuellen Corona-Regeln.

Supermärkte spenden Lebensmittel

Kaisersesch/Treis-Karden. Über die Pommerner Feuerwehr finden Lebensmittel und Hygieneartikel aus dem Edeka-Markt in Treis-Karden am Samstagmorgen den Weg in das Krisengebiet. „Wir fahren die Spenden an den Nürburgring, dort wird das logistisch verarbeitet“, sagt Feuerwehrmann Niklas Friedrich. Die Feuerwehr Pommern musste die Annahme von Spenden in der Feuerwehrwache zwischenzeitlich stoppen, da die Hilfsbereitschaft „riesengroß“ war. Auch der Edeka in Kaisersesch hat Spenden gesammelt und über die Firma HS Heizung zu der Sammelstation gebracht. Vom Hof des Edeka Biermann in Ulmen rollte ebenfalls ein Lkw mit Lebensmitteln in das Krisengebiet. Sechs Transporter mit Hilfsgütern aus Kaisersesch, Cochem und Ernst schickte am Samstag der Rewe Hundertmark nach Altenahr, meldet das Unternehmen auf Facebook. Diese wurden teilweise nach Remagen weitergeleitet, es waren insgesamt „zu viel an Spenden für den einen Ort“, heißt es.

Handwerkskammer kündigt Hilfe an

Kreis Cochem-Zell/Region. Die Hochwasserschäden an den Flüssen im gesamten Bezirk der Handwerkskammer Koblenz sind extrem. „Uns erreichen Meldungen aus den Betrieben und Handwerksorganisationen, die ein katastrophales Bild zeichnen. Ganze Betriebe wurden durch die Wassermassen komplett zerstört“, stellen Ralf Hellrich und Kurt Krautscheid dar, Hauptgeschäftsführer und Präsident der Handwerkskammer Koblenz, in einer Pressemitteilung dar. Entsprechend hat die Kammer eine Hotline eingerichtet, die Hilfsangebote anderer Betriebe und Ersuchen von betroffenen Handwerksunternehmen aufnimmt und Maßnahmen koordiniert. Die Telefonnummer lautet 0261/398.251, per E-Mail können Angebote und Anfragen unter hochwasserhilfe@hwk- koblenz.de eingereicht werden. „Die Hilfsbereitschaft unter den Betrieben ist traditionell groß, dass haben Katastrophen in der Vergangenheit gezeigt, und Hochwasser ist etwas, was Handwerksbetrieben nicht fremd ist. Doch das aktuelle Ausmaß schockiert auch die, die Erfahrungen mit Überschwemmungen hatten“, heißt es vonseiten der Kammerspitze in einer Pressemitteilung. Man will nun zusammen mit den Kreishandwerkerschaften ein effektives Hilfsmanagement aufbauen.