Archivierter Artikel vom 31.03.2019, 18:03 Uhr
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Ulmen

Ungenutzte Schienen: Ulmens VG-Rat beschließt, was aus der Eifelquerbahn werden soll

„Wenn wir nichts tun, holt sich die Natur die Strecke zurück“, beschrieb VG-Bürgermeister Alfred Steimers auf der jüngsten VG-Ratssitzung die Drohkulisse für Eisenbahnfans. In der Tat: Wer den Schienenstrang von Gerolstein über Daun und Ulmen bis Kaisersesch betrachtet, blickt auf ein entstehendes Biotop, das munter von Flora und Fauna besiedelt wird. Mancherorts gemahnt nur noch die Geradlinigkeit der Streckenführung an menschlichen Gestaltungswillen. Der Zugriff von Mutter Natur geht schnell, noch bis 2012 war die Linie von touristischen Schienenverkehren genutzt und entsprechend krautfrei. Seitdem gab es lange Zeit die Hoffnung unter anderem der Vulkaneifeler SPD-Landtagsabgeordneten Astrid Schmidt, dass die Strecke sogar in den Rheinland-Pfalz-Takt integriert werden könne und somit eine direkte Verbindung von Gerolstein bis zum Rhein mit Umstieg auf den Fernverkehr möglich sei. Damit hätte die Eifel eine bahntechnisch gute Erschließung gehabt, zusätzlich zur Nord-Süd-Verkehrslinie von Köln nach Trier.

Von Angelika Koch Lesezeit: 2 Minuten