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Cochem

Spielsucht: Mit zwei Euro fängt alles an

Von Petra Mix
Nach vielen Rückschlägen blickt Sascha Heilig aus Cochem endlich wieder zuversichtlich in die Zukunft. Foto: Lichtsignale Medienproduktion/Samuel Kümmel
Nach vielen Rückschlägen blickt Sascha Heilig aus Cochem endlich wieder zuversichtlich in die Zukunft. Foto: Lichtsignale Medienproduktion/Samuel Kümmel

Oft ist er nachts aufgewacht. Aus einem Traum, der ihn immer wieder quält. Das Rattern, das bunte Licht, der ewig gleiche Singsang der Spielautomaten, das Klimpern des Münzgeldes. Immer und immer wieder zog es ihn in den Abgrund. Sascha Heilig, 34 Jahre alt, ist spielsüchtig.

Lesezeit: 6 Minuten
Seit zwei Jahren aber hat er keinen Spielsalon mehr betreten. Oder mit Online-Spielen das trügerische Glück gesucht. Sein Leben wandelt sich gerade. Seit Monaten schon steht bei dem Cochemer das Telefon nicht still. Er gilt mittlerweile als Experte: Für Spielsucht, Glücksspiel und Suchtprävention, will vor allem Angehörigen von Spielsüchtigen zur ...
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Sascha Heilig ist das Thema Prävention ein wichtiges Anliegen

Sascha Heiligs Geschichte ist viel zu lang, um sie in wenigen Sätzen zu erzählen. Seit einigen Wochen ist sein zweites Buch, das ebenso wie Teil eins den Titel „Mein Leben mit der Spielsucht“ trägt, auf dem Markt. Beim Aufschreiben der gnadenlos ehrlich erzählten Erfahrungen hat ihm Laura Pinkau, eine Bekannte von der Mosel, geholfen.

Von den negativen Folgen der Spielsucht sind in Deutschland mehr als 1,2 Millionen Menschen betroffen. In dem Buch „Mein Leben mit der Spielsucht“ erzählt Sascha Heilig über Gewinne, Frust, Verluste, Depressionen, Straftaten, aber auch seine Therapie und Erfolge. „Ein Buch, welches Einblick in das Leben eines Spielsüchtigen bietet, für Aufklärung sorgt und Mut macht, immer wieder aufzustehen“, heißt es auf Heiligs Internetseite. „Mir ist es einfach total wichtig zu zeigen, dass auch aus jemandem, der ganz tief in der Scheiße gesteckt hat, noch etwas werden kann“, betont der 34-Jährige im RZ-Gespräch. Coaching, Lesungen, Vorträge (auch im Bereich Prävention, zum Beispiel in Schulen), Kompetenztraining Sucht, sogenannte Speakingauftritte und immer wieder auch Interviews und Fernsehauftritte, davon gab es in jüngster Zeit einige, gehören nun zu seinem Alltag. Es füllt ihn aus. „Nur, wer das selbst erlebt hat, weiß, wie die Süchtigen sich fühlen“, sagt Heilig. Kontakt: E-Mail: anfrage@spielfrei-werden.de oder Telefon 0151/585.754 98 mix
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