Sie sorgen sich um die Zukunft der Kirche und hoffen nun auf den Synodalen Weg (von links): Dekanatsreferentin Dietlinde Schmidt, der amtierende Dechant Pfarrer Paul Diederichs und Dekanatsratsvorsitzende Beate Kolb erklärten im RZ-Gespräch, was sie bewegt. Foto: Dieter Junker Dieter Junker
Cochem-Zell. Es sind keine leichten Zeiten für die Katholische Kirche. Die Missbrauchsskandale erschüttern das Vertrauen vieler Menschen, Fragen zur Sexualmoral, der Rolle der Frau oder zum Zölibat sorgen für kontroverse Debatten. Das alles spüren auch die Katholikinnen und Katholiken im Dekanat Cochem. „Das alles sorgt schon für große Aufregung in unseren Gemeinden“, sagt Pfarrer Paul Diederichs, der amtierende Dechant des Dekanats. Natürlich werde er mit diesen Themen immer wieder konfrontiert, aber auch ihn selbst belaste die Situation, erzählt er. „Ich werde da schon drauf angesprochen, höre Kritik. Und leider verlassen auch viele Menschen die Kirche und treten aus“, berichtet der Priester. Dabei würden die Missbrauchsfälle eine Rolle spielen, aber es würden auch andere Gründe genannt, sagt er.
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Die Zahl der Kirchenaustritte nimmt zu. Das bestätigt auch Dietlinde Schmidt, die Dekanatsreferentin im Dekanat Cochem. Und Beate Kolb, die Vorsitzende des Cochemer Dekanatsrates, fügt hinzu: „Es sind dabei nicht nur jüngere, die die Kirche verlassen.