Traben-Trarbach-Wolf

Rettungsaktion in Traben-Trarbach-Wolf: Musiker spielen, um das Lott-Festival zu retten

1977 ist das Lott-Festival eines der ersten Open-Air-Festivals im Südwesten. Seit 1992 findet es bei Raversbeuren statt, veranstaltet von der Lott-Gesellschaft. Doch diese sorgt sich nun um die Zukunft des Lott-Festivals. Denn die ist noch nicht gesichert. Daher veranstaltet sie am Sonntag, 17. September, ab 12 Uhr ein Benefizkonzert in der Weinmanufaktur Steven Schmidt, Traben-Trarbach-Wolf, Wedenhofstraße.

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Will helfen, das Lott-Festival zu retten: Thomas Bracht und sein Trio treten beim Benefizkonzert auf. Foto: Astrid Karger
Will helfen, das Lott-Festival zu retten: Thomas Bracht und sein Trio treten beim Benefizkonzert auf.
Foto: Astrid Karger

Auftreten werden der Akustik-Gitarrist Christian Lehr und das Thomas-Bracht-Trio. Beide „verzichten dankenswerterweise auf ihre Gagen. Statt der Eintrittskasse wird eine Spendenbox aufgestellt“, teilt die Lott-Lesellschaft mit.

Ab 12 Uhr zeigt Christian Lehr, welche ungeahnten Klänge und Sphären man aus nur einer Akustikgitarre herausholen kann. Als Bandmusiker, am E- und Kontrabass ist er in seiner Heimat bekannt durch Bands wie Speedbottles, Sad Polly und einige mehr, mit denen er viele Jahre gerockt hat. Er wurde früh von Gitarren-Virtuosen wie John Butler und Andy McKee beeinflusst, vor allem aber von Petteri Sariola und Mike Dawes mit denen er schon zusammen auf der Bühne stand.

Im Rahmen seines Soloprojekts performt er als „Percussive-Fingerstyle-Gitarrist“ ausschließlich eigene Songs auf der Akustikgitarre – mit einem eigens für ihn gebauten Instrument aus der Meister-Gitarrenbau-Schmiede Andreas Cuntz. Christian Lehr nutzt rein instrumental alle Klang erzeugenden Möglichkeiten der Gitarre und deren Korpus, aber auch einen Looper und andere abgefahrene Effekte.

Ab 13 Uhr spielt dann das Thomas-Bracht-Trio unverschnörkelten, ehrlichen Jazz unter dem Motto „Alles ganz entspannt“. Laut Veranstalter sind es drei routinierte Musiker, die Standards aus dem Ärmel schütteln können. Doch Mensch-Maschinen-Musiker sind sie nicht. Das Trio nimmt die Klassiker nicht komplett auseinander. Es bietet eher eine Hommage, schön entspannt, ja teils heiter. Nicht beunruhigend, anstrengend, sezierend, wie Jazz auch sein kann. Der Kopf kann ruhig mal abschalten. Pianist Thomas Bracht schickt leichte, hohe, klare Töne vereinzelt in den Raum. Sie klingen weich auf, dann sinken tiefere Töne in den Raum. Da breiten sie sich aus und spielen federnd weiter – mit Bass und Schlagzeug. red