Archivierter Artikel vom 18.01.2022, 14:10 Uhr
Zell

Neuer Pritschenwagen für den Bauhof: Stadt Zell erhält neues Transportmittel

Ein kaputter Zylinderkopf hat die Nutzungszeit eines Pritschenwagens im Zeller Bauhof nach zwölf Jahren beendet. „Die Reparaturkosten übersteigen den Restwert des Fahrzeuges“, hielt Stadtbürgermeister Hans-Peter Döpgen (FWG) während der jüngsten Sitzung des Stadtrats in der Zeller Schwarze-Katz-Halle fest. „Es ist von einem wirtschaftlichen Totalschaden auszugehen.“

Von David Ditzer
Um ihrer Arbeit angemessen nachgehen zu können, sind die Mitarbeiter des Zeller Bauhofs auf geeignete Gerätschaften und Fahrzeuge angewiesen. Daher will die Stadt einen kaputten Prischenwagen ersetzen.  Foto: Kevin Rühle
Um ihrer Arbeit angemessen nachgehen zu können, sind die Mitarbeiter des Zeller Bauhofs auf geeignete Gerätschaften und Fahrzeuge angewiesen. Daher will die Stadt einen kaputten Prischenwagen ersetzen.
Foto: Kevin Rühle

Der Rat sprach sich dafür aus, das defekte Nutzfahrzeug durch ein neues aus dem Autohaus Klaus zu ersetzen. Die Bruttokosten dafür liegen bei 36.652 Euro. Hinzu kommen Kosten für Plane und Spriegel, hielt Stadtchef Döpgen fest. Er ging auch noch einmal auf die Bedeutung einer intakten Fahrzeugflotte für die Arbeit des Bauhofs ein.

Der wirtschaftlich nicht mehr zu rettende Pritschenwagen „diente im Bauhof als Transportfahrzeug für Geräte und Maschinen in der Grün- und Rasenpflege sowie zum Einsammeln von Müll“, führte Stadtchef Döpgen aus. „Derzeit erfolgt das Einsammeln von Müll mit dem Arbeitsfahrzeug Fiat Doblò, das grundsätzlich der Gärtnerei dient. Die Gärtnerei und Grünpflege ruhen derzeit.“

Da Letzteres naturgemäß nicht so bleiben wird, hat die Stadt als Ersatz ein Neufahrzeug im Auge, „das sowohl wieder in der Grünpflege als auch in der Müllentsorgung eingesetzt werden kann“. Mitarbeiter und persönliche Ausrüstung finden in der Doppelkabine desselben Platz. Um Geräte und Maschinen diebstahlgeschützt mitnehmen zu können, soll der Pritschenwagen mit einer Plane sowie einer entsprechenden Gerüstunterkonstruktion (Spriegel) ausgestattet werden.

Gebrauchtfahrzeuge sind zurzeit nicht erhältlich

Zur Situation am Markt konstatierte Döpgen: „Gebrauchtfahrzeuge sind derzeit vor Ort nicht erhältlich. Im Internet werden aktuell sehr wenige passende Transporter als Gebrauchtfahrzeug angeboten.“ Und wenn, lägen diese räumlich so weit entfernt, dass eine vorherige Besichtigung aufwendig wäre. Deshalb favorisieren Stadt und Rat die Option, auf ein Neuwagenangebot des Zeller Autohauses Klaus zurückzugreifen.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Lothar Bremm hob hervor, beim Kauf dieses neuen Fahrzeugs gehe es auch darum, den Bauhofmitarbeitern und ihrer Arbeit eine Wertschätzung entgegenzubringen. Er regte zudem an, sich frühzeitig auch Gedanken über die Beschaffung eines Ersatzes für den in die Jahre gekommenen großen Traktor des Bauhofes zu machen. Der sei nämlich auch schon zehn, zwölf Jahre alt. An Ersatz solle man denken, „bevor wir gar nichts mehr dafür bekommen“, so Bremm. Bürgermeister Döpgen sagte, die Stadt sei dabei, ein Angebot auf Leasingbasis einzuholen. Der Kauf des Pritschwagens kann aus Mitteln bestritten werden, die vom Haushaltsjahr 2020 ins vergangene Jahr übertragen worden waren.