Archivierter Artikel vom 05.10.2017, 06:00 Uhr
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Cochem-Zell/Pozuzo

Moselfränkisch: In Peru wird es auch gesprochen

Blasmusik, ein kühles Bier und Wiener Schnitzel, serviert von einer Bedienung im Dirndl, klingt nach einem Urlaub in Bayern oder Österreich. Zwei Rheinländer, der promovierte Biochemiker Frank Hülsemann und der Mediziner Markus de Marées, erlebten die Situation allerdings in den peruanischen Anden. Das Dorf Pozuzo, das sich selbst als „einzige deutsch-österreichische Kolonie der Welt“ bezeichnet, wurde vor rund 160 Jahren von Auswanderern unter anderem aus Alf, Briedel, Zell und Reil gegründet und ist inzwischen zu einer Touristenattraktion in Peru geworden. Der Grund dafür liegt vor allem darin, dass sich neben der Kulinarik vor allem ein deutsch-österreichischer Baustil, die deutsche Sprache sowie alte Traditionen gehalten haben. Dazu gehört auch, dass der moselfränkische Dialekt gepflegt wird. Wein allerdings wird keiner angebaut.

Von Ulrike Platten-Wirtz Lesezeit: 3 Minuten