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Valwig

Jugend musiziert in Pandemiezeiten: Viele Punkte, aber persönliches Feedback fehlt

Bereits zum zweiten Mal hat Stephan König aus Valwig beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ den ersten Platz erzielt und sich mit 24 von 25 möglichen Punkten im Gitarrensolo als einer der besten Jungmusiker Deutschlands qualifiziert. Trotz großer Freude schwingt diesmal jedoch auch ein wenig Wehmut mit, als der 16-Jährige die gute Nachricht erhält. Mit diesem Erfolg endet für ihn nämlich die Teilnahme bei „Jugend musiziert“. „Der nächste Wettbewerb findet in drei Jahren statt, aber dann bin ich für dieses Format schon zu alt“, bedauert er. Beim diesjährigen Wettbewerb haben insgesamt 2250 junge Musiker aus ganz Deutschland ihr Können unter Beweis gestellt. Insgesamt 58 Schüler präsentierten in Stephan Königs Altersgruppe ein Musikstück an der klassischen Konzertgitarre. Klingt eigentlich nicht außergewöhnlich. Und dennoch ging es diesmal ganz anders zu als sonst. Es fing schon bei der Vorbereitung an. Stephan König konnte nämlich nicht wie gewohnt zum Gitarrenunterricht an die Musikschule in Koblenz fahren, sondern musste sich sozusagen zu Hause selbst unterrichten. „Zwei Monate vor dem Wettbewerb war der Präsenzunterricht nicht mehr erlaubt“, sagt Stephan. Sein Lehrer, Professor Hubert Käppel, hat die Fortschritte seines Schülers nur per Videokonferenz verfolgen und kommentieren können. „Aber das ist natürlich etwas ganz anderes als in Präsenz“, kommentiert der Gitarrenschüler.

Von Ulrike Platten-Wirtz Lesezeit: 3 Minuten