Archivierter Artikel vom 26.09.2020, 05:00 Uhr
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Kaifenheim

Integrierter Eritreer (29) kämpft von Kaifenheim aus gegen Bürokratie: Gehören nicht alle Familien zusammen?

Erfolgreicher kann Integration nicht sein. Maesho Ghebru Tsegay aus Kaifenheim ist 2013 aus Eritrea geflohen, gelangt 2014 über Äthiopien, Sudan, Lybien, Italien und Frankreich nach Deutschland, wo er im Eifeldorf Kaifenheim von Familie Reinhard Wruck herzlich aufgenommen wird. Mit deren unermüdlicher Unterstützung lernt Ghebru Deutsch, macht den Führerschein und eine Ausbildung als Tischler, schafft die Abschlussprüfung und wird von seinem Lehrbetrieb Christoph Schenk in Roes als Geselle eingestellt. „Ich habe nun erreicht, wovon ich vor ein paar Jahren nur träumen konnte“, sagt Ghebru. Dennoch ist der 29-Jährige sehr unglücklich. Obwohl er theoretisch als anerkannter Flüchtling aus Eritrea ein Recht auf Familiennachzug hat, wird ihm in der Praxis die Beschaffung der notwendigen Einreisedokumente für seine Familie unmöglich gemacht.

Von Brigitte Meier Lesezeit: 2 Minuten