Archivierter Artikel vom 19.03.2019, 17:56 Uhr
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Bürgermeister wird man nicht fürs Geld: Die Büroarbeit beginnt auf dem Traktor

Wenn Gerhard Weber auf seinen bulligen Traktor steigt, dann nimmt er einen Teil des Gemeindebüros mit. Auf dem Acker blickt er nicht nur auf Computerbildschirme, die ihm anzeigen, ob sein Pflug exakt arbeitet. Per Headset telefoniert er, wickelt als Stadtbürgermeister von Kaisersesch (Kreis Cochem-Zell) seine Amtsgeschäfte ab. „So bin ich auf dem Feld jederzeit erreichbar. Das erleichtert die Arbeit ungemein“, sagt der Landwirt, der mit seiner Familie einen Hof mit Hühnerzucht und Ackerbau betreibt. Weber hat auch außerhalb seines Traktor-Cockpits eine 40-Stunden-Woche – als Chef einer Gemeinde mit 3400 Einwohnern.

Thomas Brost Lesezeit: 4 Minuten