Simmern/Wittlich

Bank belohnt Mitglieder mit Bonusdividende: Fusion von zahlt sich aus

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Vorstand und Aufsichtsrat der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank eG konnten den knapp 200 Vertreterinnen und Vertreter in der Hunsrückhalle in Simmern über ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 berichten. Im Rahmen der Vertreterversammlung fassten die Mitgliedervertreter am Montagabend die erforderlichen Beschlüsse. Foto: Jens Gietzen, Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG

Die Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Bei der Vertreterversammlung in der Hunsrückhalle in Simmern nahmen mehr als 190 von den Mitgliedern gewählte Vertreter erfreuliche Zahlen zur Kenntnis und übten ihre Mitbestimmungsrechte aus. Dazu gehörten unter anderem die Feststellung des Jahresabschlusses der Bank, die Entscheidung über dessen Verwendung, die Entlastung von Aufsichtsrat und Vorstand sowie Wahlen zum Aufsichtsrat.

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Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, konnten Michael Hoeck und Erik Gregori, beide Co-Vorstandssprecher der Bank, über ein hervorragendes Jahresergebnis berichten: Mehr als 4,6 Milliarden Euro betreutes Kundenanlagevolumen (plus 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr), fast 2,2 Milliarden Euro betreutes Kundenkreditvolumen (plus 2,5 Prozent) und rund 343 Millionen Euro Eigenkapital (plus 2 Prozent). „Diese Zahlen sind nicht irgendwelche Bilanzwerte. Sie stehen vielmehr für aktive Förderung. Denn jeder investierte Euro schafft Arbeitsplätze, jeder gesparte Euro steht für Vorsorge und wachsendes Eigenkapital, bedeutet wirtschaftliche Nachhaltigkeit“, erläuterte Gregori die Bedeutung der drei zentralen Kennziffern für die Bank.

Dabei betonten die Co-Vorstandssprecher die Bedeutung des Teams der Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank für diesen Erfolg. „Ohne den Einsatz, die Kompetenz und die Kundenorientierung unserer rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre dieser Erfolg undenkbar. Dafür sagen wir Danke“, so Hoeck.

Insgesamt gehen wir auch im Jahr 2024 von einem positiven Geschäftsverlauf mit einem auskömmlichen Ergebnis aus.

Michael Hoeck, Vorstandssprecher

Selbstverständlich wagten Gregori und Hoeck auch den Blick nach vorn. „Insgesamt gehen wir auch im Jahr 2024 von einem positiven Geschäftsverlauf mit einem auskömmlichen Ergebnis aus. Denn unsere Verankerung in der Region, die Treue unserer Mitglieder sowie das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine Bank“, prognostizierte Hoeck.

Unter dem Strich konnte im Jahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von 7,7 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Die Vertreterinnen und Vertreter entschieden, aus diesem Überschuss 7 Millionen Euro in die Rücklagen zu stellen sowie eine Dividende in Höhe von insgesamt 4 Prozent zu zahlen. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Mitgliedervertreter dem Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand gefolgt sind, unser Eigenkapital in diesem Umfang zu dotieren“, formulierte Gregori. Denn dieses Geld stehe für Zukunftsinvestitionen beziehungsweise in Krisenfällen für die Risikoabsicherung zur Verfügung, so der Co-Vorstandssprecher weiter.

4 Prozent Dividende

Hoeck ergänzte, dass es für eine Genossenschaft selbstverständlich sei, die Mitglieder an einer erfolgreichen Geschäftsentwicklung partizipieren zu lassen. „3 Prozent Dividende konnten wir unseren Mitgliedern bereits in der Vergangenheit zahlen. Mit der Fusion im vergangenen Jahr ist die Basis gelegt worden, um mithilfe der Bündelung der Kräfte noch besser unserem Förderauftrag gerecht zu werden. Die ersten Früchte konnten wir bereits 2023 ernten. Daher haben Aufsichtsrat und Vorstand vorgeschlagen, eine Bonusdividende von 1 Prozent zusätzlich auszuschütten.“ Insgesamt können sich die Mitglieder so über eine Dividende von 4 Prozent freuen.

Deutlich machten die beiden Co-Vorstandssprecher, dass der Nutzen, den die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank für ihre Mitglieder und ihre Region stiftet, über die erbrachten Dienstleistungen und Dividendenzahlungen hinausgeht. Ablesbar sei dies, so Gregori, beispielsweise am Spenden- und Sponsoringvolumen des Instituts von rund 500.000 Euro. „Hinzu kommt, dass wir als Genossenschaftsbank sowie die rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr als 7,5 Millionen Euro an Steuern zahlen. Damit leisten wir einen bedeutenden Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens auch in unserer Region.“

Vorstand und Aufsichtsrat werden einstimmig entlastet

Mit Blick auf diese Zahlen konnte es nicht verwundern, dass sowohl der Aufsichtsrat als auch der Vorstand einstimmig entlastet wurden. „Selbstverständlich ist man als Vorstand vor der Abstimmung zur Entlastung ein bisschen nervös. Umso mehr freuen wir uns, dass unsere Mitglieder uns diesen großen Vertrauensbeweis gegeben haben. Wir nehmen ihn mit großem Dank auf für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entgegen“, erklärte Michael Hoeck auch für die Kollegen im Vorstand Erik Gregori, Peter van Moerbeeck und Dr. Michael Wilkes.

Beide Co-Vorstandssprecher nehmen diesen Rückenwind aus der Vertreterschaft auch als Bestätigung ihres geschäftspolitischen Kurses, die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank noch stärker genossenschaftlich auszurichten. So führte die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank mit den Mitgliederforen ein neues Informations- und Diskussionsformat ein. In vier dezentralen Veranstaltungen informierten sich rund 650 Mitglieder über die Entwicklung der Bank, diskutierten regionale Themen und ließen sich von Fachleuten aktuelle Entwicklungen an den Finanzmärkten erläutern. „Die Mitgliederforen waren ein großer Erfolg. Sie sind uns wichtig, um bei allem notwendigen Wachstum niemals den Kontakt zu den Wurzeln unserer Bank zu verlieren“, erklärte Gregori. Und weiter: „Diese Wurzeln liegen in den einzelnen Gemeinden, dort, wo Mitarbeitende und Mitglieder tagtäglich die Genossenschaftsidee mit Leben füllen: Die Mitarbeiter, indem sie bestmöglich fördern und beraten, die Mitglieder, indem sie ihre Genossenschaft dadurch stärken, dass sie konsequent ihre Förderangebote nutzen.“

Ein neues Mitgliederbonussystem

In diesem Sinne stimmten die Vertreterinnen und Vertreter auch einem neuen Mitgliederbonussystem, das der Vorstand vorgeschlagen hatte, zu. „Im Kern geht es darum, dass die Mitglieder, die besonders viele Dienstleistungen nutzen und damit ihre Genossenschaftsbank stärken, auch am stärksten am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben.“

Dass davon alle profitieren können, machte Hoeck anhand von Rechenbeispielen deutlich. So würde eine minderjährige Auszubildende dank Mitgliedschaft, kostenlosem Girokonto, Fondsparplan und Berufsunfähigkeitsversicherung sowie einer Beratung in den zurückliegenden 24 Monaten bereits in den Goldstatus wechseln und künftig eine Dividende von 4,5 Prozent statt der bisher üblichen 3 Prozent ausgezahlt bekommen. red