Archivierter Artikel vom 19.02.2019, 10:15 Uhr
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Euteneuen

Wehr Euteneuen: Lösung für die Fische und den Auwald finden

Die Zukunft des Siegwehrs in Euteneuen bleibt in der Diskussion. Hier gibt es widerstreitende Interessen. Die einen wollen, dass das Wehr bleibt und so auch der durch das gestaute Wasser entstandene Auwald erhalten bleibt. Auf der anderen Seite geht es darum, dass die Sieg für Fische durchgängig wird. Da steht das Wehr im Weg oder müsste aufwendig umgebaut werden. Der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach hat sich zu der Problematik an Umweltministerin Ulrike Höfken gewendet. Das Thema Euteneuen lasse die Region nicht ruhen. Die SGD Nord, Außenstelle Montabaur, habe das Hochfahren des Wehres durch den örtlichen Fischereiverein untersagt. Gleichzeitig werde gesagt, dass das Wehr defekt sei und sich nicht hochfahren lasse. Wäschenbach will hier Klarheit haben, warum das so ist. Denn ohne das Hochfahren des Wehres werde „die weitere Schädigung des seit Jahrhunderten entwickelten Auwaldes und massive Schäden in der dortigen Fischereistrecke zumindest billigend oder fahrlässig in Kauf genommen. Es wird wohl derzeit auch eine Erklärung von einem langjährigen Betreuer des Wehres formuliert, die ebenfalls die Funktionsfähigkeit des Wehrs aufgrund eines Versuches im Mai 2018 bestätigen soll. Ich persönlich würde es auf einen Versuch ankommen lassen. Um hier weitere Schäden am Auwald zu verhindern und die daraus möglicherweise gegebene strafrechtlich relevanten Handlungen zu beenden“, so Wäschenbach im Brief an die Ministerin, „bitte ich Sie entsprechende Veranlassung oder Zusage, dass das Wehr hochgefahren und in der Endstellung verriegelt werden.

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