Hamm

Volksbank-Ehe über Landesgrenze hinweg: Hamm und Rosbach fusionieren

Die Volksbank Hamm und die Rosbacher Raiffeisenbank gehen künftig gemeinsame Wege. Über die Fusion informierte die Genossenschaftsbank ihre Mitglieder in einem Schreiben, das unserer Zeitung vorliegt.

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„Wir alle erleben gerade eine Zeit mit vielen Unsicherheiten und einer hohen Veränderungsgeschwindigkeit. Die anhaltende Niedrigzinsphase, zunehmende regulatorische Anforderungen und eine rasant fortschreitende Digitalisierung sind nur einige der Herausforderungen, denen sich alle Banken derzeit stellen. Ihre Volksbank Hamm/Sieg eG hat sich bisher durchaus erfolgreich in diesem nicht einfachen Umfeld behaupten können“, schreibt das Kreditinstitut.

Doch der Anspruch, als Partner vor Ort den Mitgliedern zur Verfügung zu stehen, den man auch weiterhin als obersten Auftrag ansehe, binde immer mehr sehr kostenintensive Ressourcen. „Dies hat uns veranlasst, die Zukunftsfähigkeit unserer Volksbank zu analysieren und nach erfolgreichen, gleich gesinnten Partnern Ausschau zu halten, mit denen wir Kräfte bündeln und gleichzeitig unsere Position regional weiter stärken. Nach sorgfältiger Abwägung bestehender Optionen und Gesprächen haben wir unseren Wunschpartner mit der Rosbacher Raiffeisenbank eG gefunden“, heißt es weiter.

Abhängig von der Entwicklung der Corona-Pandemie sollen die Mitglieder im Frühjahr in entsprechenden Veranstaltungen umfangreich informiert werden. Die über eine Verschmelzung entscheidende Generalversammlung ist demnach für Ende Juni geplant.

Die Volksbank Hamm weist auf ihrer Internetseite eine Bilanzsumme von 118,2 Millionen Euro aus. Die Rosbacher Raiffeisenbank bringt gut 46,65 Millionen Euro in die „Ehe“ ein. Zu den 2404 Mitgliedern des in Hamm angesiedelten Instituts kommen 568 Genossenschaftler von jenseits der Landesgrenze.