Siegen

Schwimmen ohne Oberteil: Stadt Siegen will nach Beschluss die Badeordnung ändern

In den städtischen Schwimmbädern in Siegen sollen künftig alle Gäste – egal welchen Geschlechts – oben ohne schwimmen dürfen. Einen entsprechenden Antrag der Volt-Fraktion hat der Rat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich angenommen. Die Badekleidung müsse demnach bald „lediglich die primären Geschlechtsmerkmale vollständig bedecken“, so eine Stadtsprecherin.

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Bis jetzt mussten die Gäste laut Badeordnung die „übliche Badebekleidung“ tragen, hieß es weiter. Nun soll diese Passage laut Stadt konkretisiert werden. Ab wann die Bikini-Oberteile zu Hause gelassen werden können, stehe jedoch noch nicht fest. Die städtische Sport- und Bäderabteilung bereite die Änderung der Badeordnung aktuell vor. In der Übergangszeit werde das Oben-ohne-Baden, das künftig für die fünf städtischen Bäder gelten soll, schon jetzt „geduldet oder vielmehr ignoriert“.

Die weibliche Brust werde „seit jeher sexualisiert und entsprechend wahrgenommen“, hieß es in dem Volt-Antrag mit dem Titel „Gleiche Brust für Alle!“. Die Diskussionen der vergangenen Monate hätten gezeigt, dass sich ein großer Teil der Gesellschaft eine Veränderung wünsche, hatten die Antragsteller begründet – mit Erfolg. dpa/red