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Altenkirchen

Schädliches Mineral in Lüftungsanlage: Asbestproblem dürfte das Ende der Stadthalle Altenkirchen sein

Von Michael Fenstermacher
Aufgrund eines Asbestproblems scheinen die Tage der Altenkirchener Stadthalle gezählt zu sein.
Aufgrund eines Asbestproblems scheinen die Tage der Altenkirchener Stadthalle gezählt zu sein. Foto: Heinz-Günter Augst

„Alekärch schepp-schepp“, hallte es am 4. März 1984 durch die Stadthalle, als der Multifunktionsbau mit einer Sitzung der Karnevalsgesellschaft Altenkirchen Premiere feierte – und 36 Jahre später, am 17. Februar 2020, dürfte die „Närrische Stadthalle“ auch die letzte Großveranstaltung in der „Guten Stube“ der Kreisstadt gewesen sein. Denn in der Lüftungsanlage der Stadthalle, die wegen der Corona-Pandemie derzeit nur für kleinere Zusammenkünfte genutzt werden kann, befindet sich gesundheitsgefährdendes Asbest.

Lesezeit: 3 Minuten
Bei einer Prüfung am 27. Januar habe ein TÜV-Sachverständiger festgestellt, dass in den Brandschutzklappen asbesthaltige Dichtungen verbaut sind, berichtete Stadtbürgermeister Matthias Gibhardt den Mitgliedern des Stadtrats in dessen Sitzung am Donnerstag – in ebenjener Stadthalle. Ein Mangel, über den der TÜV das Kreisbauamt informieren werde, wenn er nicht bis zur gesetzten ...
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Bau der Stadthalle kostete einst 11 Millionen Mark

Die Altenkirchener Karnevalisten waren die ersten, die im März 1984 in der neuen „Guten Stube“ feiern durften. Offiziell eröffnet wurde sie aber am 14. April 1984 mit einem Festakt durch Staatssekretär Klaus-Dieter Uellhoff in Vertretung von Ministerpräsident Bernhard Vogel.

An gleicher Stelle hatte von 1924 bis 1979 die alte Stadthalle gestanden, die sogar die verheerenden Bombenangriffe auf Altenkirchen 1945 überlebte, aber wegen des neuen Verkehrskonzepts abgerissen wurde. 11 Millionen Mark kostete der Neubau, der Säle, Restaurant, zwei Kegelbahnen und das Union-Kino-Center beherbergte. Letzteres musste zum 31. Mai 2011 schließen, da die sinkenden Besuchereinnahmen keinen kostendeckenden Betrieb mehr zuließen.

Gut ein Jahr später kündigte die Stadt dann selbst dem Betreiber des Stadthallenrestaurants, um sich auf die Suche nach einem Gesamtpächter zu begeben. Nachdem dies missglückte, wurde die Stadthalle mit wechselnden Caterern zu Veranstaltungen weiterbetrieben. Zudem beherbergt sie seit Ende 2019 das Büro des Stadtbürgermeisters. mif

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