Archivierter Artikel vom 11.09.2020, 06:00 Uhr
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Kreis Altenkirchen

Nichts „heulte“ im Kreis Altenkirchen: Darum blieben die Sirenen stumm

Er war groß angekündigt worden, der bundesweit erste Warntag seit 30 Jahren. Und dann das: Nicht nur im AK-Land lief die Aktion relativ „geräuschlos“ ab. Von heulenden Sirenen war nichts zu hören, Hinweise über Warn-Apps wie „Katwarn“ oder „Nina“ kamen bei vielen verzögert, bei anderen sogar gar nicht an. Doch woran lag es, dass Warnsysteme offenbar nicht so ausgelegt sind, dass sie im Ernstfall auch funktionieren. Auf Nachfrage bei der Kreisverwaltung Altenkirchen räumte diese ein, dass nicht alle Kommunen Sirenen-Alarm ausgelöst hätten, worüber im Vorfeld nicht ausreichend informiert worden sei. „Nicht nur im Kreis Altenkirchen, auch beispielsweise im Westerwaldkreis, in den Landkreisen Birkenfeld, Rhein-Lahn, Rhein-Hunsrück und Bad Kreuznach heulten die Sirenen nicht. Dort verfügen nicht alle Sirenenempfänger über die Möglichkeit, den einheitlichen Warnton sowie die Entwarnung umzusetzen. Aufgrund der überregionalen Vorabinformationen über die Medien und einer entstandenen Erwartungshaltung in der Bevölkerung hätte man hier regional detaillierter informieren müssen“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Kreishaus. Zudem sei aber auch das modulare Warnsystem „Mowas“ nach Auskunft des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) überlastet gewesen.

Von Andreas Neuser Lesezeit: 3 Minuten