Archivierter Artikel vom 20.01.2022, 17:30 Uhr
Wissen

Neugestaltung der Wissener Rathausstraße: Dauerbaustelle ist auf Zielgerade eingebogen

Trotz ihrer miserablen finanziellen Situation wird die Stadt Wissen auch in diesem Jahr nicht die Hände in den Schoß legen. Was alles in den kommenden Monaten ansteht, erläuterte Bürgermeister Berno Neuhoff im Gespräch mit der RZ.

Von Elmar Hering

Die Umgestaltung der Rathausstraße ist nach wie vor das größte Projekt der Stadt Wissen. In diesem Jahr soll der Ausbau vollendet werden.
Die Umgestaltung der Rathausstraße ist nach wie vor das größte Projekt der Stadt Wissen. In diesem Jahr soll der Ausbau vollendet werden.
Foto: Hering

Bestimmendes Großprojekt ist unverändert der Ausbau der Rathausstraße. Seit dem Start im Mai 2019 wurde und wird in mehreren Bauabschnitten nicht nur in Fahrbahn, Gehwege und Bepflanzung investiert, sondern vor allem auch unterirdisch (unter anderem Trenn- statt Mischsystem). Derzeit befinden sich die Arbeiten gewissermaßen auf der Zielgeraden.

Laut Neuhoff soll der Abschnitt bis zur Einmündung „Im Buschkamp“ bis zum Oktober fertiggestellt sein, während gleichzeitig Kanalisation und Leitungen bis zur Einmündung der Schulstraße weiter erneuert werden. Sobald diese Arbeiten erledigt sind, erhält der betreffende Straßenabschnitt eine provisorische Asphaltdecke, denn der Rathausvorplatz kann erst fix und fertig gemacht werden, wenn der Neubau des Rathauses steht. Die Beitragsbescheide (wkB) für den Straßenausbau sollen im Frühjahr verschickt werden.

Mit der Neugestaltung der Rathausstraße und der planungsrechtlichen Festlegung, dass im Erdgeschoss nur Läden eingerichtet werden dürfen, rückt nach Ansicht des Bürgermeisters ein Immobilienproblem ins Licht. Es zeige sich, dass in dieser zentralen Lage manche Gebäude nicht im allerbesten Zustand seien.

Wie er von Citymanager Ulrich Noß wisse, gebe es zwar Interesse von ansiedlungswilligen Gewerbetreibenden, doch manchmal erweise sich der Zustand der Immobilien als Hemmnis. „Die Immobilienbesitzer sind aufgefordert zu investieren“, appelliert Neuhoff. Es sei ein Problem, wenn Hauseigentümer nicht (mehr) in Wissen wohnen „und sich nicht sozialpflichtig fühlen“. Gleichzeitig lobt er die Anlieger der Rathausstraße für die bislang bewiesene Geduld während der Baustellenphase.

Ein weiteres Vorhaben in der Siegstadt betrifft die Planungsschritte für das beabsichtigte Baugebiet „Auf der Sieghöhe“. Zum Beispiel müssen Artenschutzgutachten, Forstkartierung und Landschaftsbildanalyse vorgelegt werden. „Das dauert bis 2023“, sagt Neuhoff.

Ebenfalls auf der Agenda steht der Ausbau der Holschbacher Straße (Kreisstraße 66), genauer gesagt die Vorarbeiten: Bevor im kommenden Jahr der eigentliche Ausbau starten kann, soll die Straße bis Galgenberg ertüchtigt und ein Teil der Pirzenthaler Straße durch eine dickere Asphaltdecke verstärkt werden. Nicht zuletzt ist geplant, dass das Forstamt im Frühjahr mit der Aufforstung im Stadtwald Köttingsbach beginnt.

Einwohnerstatistik der Stadt Wissen

Zum Jahresende 2021 zählte die Stadt Wissen exakt 8363 Einwohner mit Hauptwohnsitz, inklusive Nebenwohnsitz sind es 8648. Das ist gegenüber dem Vorjahresstichtag ein Zuwachs um 51 beziehungsweise 62 Einwohner. In der erstgenannten Gruppe liegt der Anteil jener Bürger mit einem ausländischen Pass bei 13,2 Prozent (1107 Personen).

Die größte Altersgruppe bilden die 50- bis 59-Jährigen mit 1398 Frauen und Männern, das entspricht einem Anteil von 16,7 Prozent. Bei der Gruppe derjenigen, die 100 Jahre und älter sind, müssen die Männer passen, allerdings haben drei Frauen dieses hohe Alter erreicht. Laut Statistik sind in diesem Jahr voraussichtlich 102 Kinder einzuschulen, in den Folgejahren sinkt deren Zahl ein wenig.

Interessantes offenbart die Rubrik „Religionszugehörigkeit“ (beschränkt auf christliche Kirchen): Der Großteil der Bürgerschaft (3826 Personen) bekennt sich nach wie vor zum römisch-katholischen Glauben (45,7 Prozent; im Vorjahr waren es noch 47,1 Prozent). Gewachsen ist die Gruppe der Konfessionslosen (von 28,1 auf 30,3 Prozent). An dritter Stelle folgen die evangelischen Christen mit 18,7 Prozent (Ende 2020 waren es noch 19,2 Prozent). Quelle: ewois.de

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