Siegen

Neuer Anbau und Modernisierung von Räumlichkeiten: Kreisklinikum Siegen feiert Richtfest

Es ist Halbzeit: Nach knapp vier Monaten Bauzeit steht nun der Rohbau des neuen Funktionsgebäudes für den zweiten Linksherzkathetermessplatz am Kreisklinikum Siegen.

Landrat Andreas Müller (von links), Geschäftsführer Ingo Fölsing, Chefarzt Dr. Hans-Peter Hobbach, Pflegedirektor Armin Heck sowie der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Martin Grond beim Richtfest des neuen Herzkatheterlabors am Kreisklinikum Siegen.
Landrat Andreas Müller (von links), Geschäftsführer Ingo Fölsing, Chefarzt Dr. Hans-Peter Hobbach, Pflegedirektor Armin Heck sowie der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Martin Grond beim Richtfest des neuen Herzkatheterlabors am Kreisklinikum Siegen.
Foto: Kreisklinikum Siegen

Beim Richtfest kamen Mitarbeitende des Kreisklinikums sowie Landrat Andreas Müller, die Betriebsleitung des Kreisklinikums, das Team der Kardiologie um Chefarzt Dr. Hans-Peter Hobbach, die Gesellschafter des Kreisklinikums, die Baufachleute sowie weitere Gäste zusammen und feierten unter den geltenden Hygieneregeln den erfolgreichen Abschluss der Bauetappe. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Kreisklinikums hervor.

„Die Erweiterung der Kardiologie am Kreisklinikum Siegen um einen zweiten Linksherzkathetermessplatz stellt für die kardiologische Versorgung der Menschen in unserer Region einen wichtigen Schritt dar“, betonte Landrat Müller, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, in seiner Begrüßungsrede. Rund 5,5 Millionen Euro fließen in das neue Projekt, das neben dem neuen Anbau mit einem hochmodernen Herzkatheterlabor auch eine Modernisierung bereits vorhandener Räumlichkeiten der Kardiologie umfasst.

Der neu entstehende eingeschossige moderne Erweiterungsbau wird an den im Haupthaus bereits bestehenden ersten Linksherzkathetermessplatz angebaut. Zukünftig werden die direkt angrenzende „Intermediate Care Unit“ (IMC), die zeitgleich neu geplante „Cardiac Care Unit“ (CCU) und die kardiologische Allgemeinstation räumlich im Sinne einer kardiologischen Einheit zusammengeführt, teilt das Kreisklinikum weiter mit.

Die Patientenbetreuung findet somit zentriert um die beiden Herzkathetermessplätze auf einer Ebene statt, kurze Wege optimieren die Behandlung. Auch für die zunehmende Forderung einer ambulanten invasiven Diagnostik sei das Kreisklinikum dann gut gerüstet. Nachdem Ende Mai 2021 der Spatenstich erfolgte, ist für das erste Quartal des Jahres 2022 die Inbetriebnahme der neuen Räumlichkeiten geplant.

Nach der erfolgten Fertigstellung des Rohbaus, geht es im nächsten Schritt mit dem Innenausbau des Anbaus weiter, so das Kreisklinikum. Parallel wird mit der Sanierung der ehemaligen Station 22 zur CCU, einer kardiologischen Kurzliegerstation mit 16 Betten, begonnen. Nach Fertigstellung der CCU und des neuen Herzkatheterlabors steht abschließend die Renovierung der angrenzenden IMC an. „Ziel des Ausbaus der Kardiologie ist es, Herzpatienten in unserer Region medizinisch noch schneller versorgen zu können“, erklärt Chefarzt Hobbach.

In den neuen Räumlichkeiten werden neben der Diagnostik und Therapie der akuten und chronischen Koronarsyndrome bald auch spezielle komplexe Behandlungen von Herzrhythmusstörungen, sogenannte Ablationen, möglich sein. Durch die besondere Ausstattung und Ausführung des neuen Messplatzes können in diesem zudem bestimmte operative kardiologische Eingriffe, wie die Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren, durchgeführt werden.