Archivierter Artikel vom 26.04.2020, 07:00 Uhr
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Michelbach

Mühle gerät ins Visier der Hamsterkäufer: Betrieb in Michelbach muss Privatverkauf von Mehl einstellen

Den 16. März 2020 werden die Hassels wohl nicht so schnell vergessen: An diesem Tag wurde ihr Familienbetrieb, die traditionsreiche Michelbacher Mühle, quasi über Nacht zum Hotspot regionaler Hamsterkäufer. „Sonntags wurden die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung des Corona-virus bekannt gegeben, am nächsten Tag ging es dann los“, erinnern sich Geschäftsführer Eckhard Hassel, seine Frau Beate Saddeler-Hassel und die beiden Söhne Jacob und Johannes im Gespräch mit der RZ. Die Mehlbestände in den Supermärkten waren an diesem Tag schon so gut wie ausverkauft, und die Panik stieg offenbar stündlich, denn viele Menschen versuchten ihr Glück umgehend in der idyllisch gelegenen Mühle – ohne Rücksicht auf Verluste.

Von Julia Hilgeroth-Buchner Lesezeit: 4 Minuten
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