Siegen

Millionenprojekt am Standort Netphen-Dreis-Tiefenbach: Wasser aus moderner Aufbereitungsanlage

Von der Obernautalsperre bis in die heimische Badewanne, Waschmaschine oder das Wasserglas ist es ein weiter Weg. Wasser ist lebenswichtig und ist deswegen eines der am besten kontrollierten Lebensmittel. Der Wasserverband Siegen-Wittgenstein (WVS) sorgt dafür, dass Trinkwasser für die Menschen im Kreis in hervorragender Qualität ausreichend zur Verfügung steht.

Wasserverbandsvorsteher Landrat Andreas Müller sowie Jost Müller von KLM Architektur, Dirk Müller vom Wasserverband, Angelo Antona von der Ingenieurgesellschaft Hellmich + Partner, Udo Sasse von der Hubert Mees Bauunternehmung und Daniel Flegel vom Wasserverband bei der Baustellenbesichtigung in Netphen-Dreis-Tiefenbach.  Foto: Pressestelle Kreis Siegen-Wittgenstein
Wasserverbandsvorsteher Landrat Andreas Müller sowie Jost Müller von KLM Architektur, Dirk Müller vom Wasserverband, Angelo Antona von der Ingenieurgesellschaft Hellmich + Partner, Udo Sasse von der Hubert Mees Bauunternehmung und Daniel Flegel vom Wasserverband bei der Baustellenbesichtigung in Netphen-Dreis-Tiefenbach.
Foto: Pressestelle Kreis Siegen-Wittgenstein

Die große Trinkwasseraufbereitungsanlage in Netphen-Dreis-Tiefenbach filtert das Wasser aus der Obernautalsperre sowie Grundwasser aus dem Siegtal. Dort sind ein Betriebslabor und die zentrale Leitwarte untergebracht. Für 3,9 Millionen Euro wird der Standort nun mit einem Anbau erweitert.

Bei einem Vororttermin hat sich der Wasserverbandsvorsteher Landrat Andreas Müller jetzt über den Stand der Bauarbeiten informiert. „Die Wasserversorgung ist elementarer Teil unserer lebenswichtigen Infrastruktur. Deshalb sind permanente Investitionen in modernste Technik unverzichtbar. Mit diesem Anbau schaffen wir die Voraussetzungen, um auch in Zukunft die bestmögliche Trinkwasserqualität garantieren und liefern zu können.“

Das neue Betriebsgebäude in Dreis-Tiefenbach hat eine Nutzfläche von 1200 Quadratmetern. Etwa 200 Quadratmeter sind für ein neues Labor vorgesehen. Der WVS untersucht im verbandseigenen Labor jährlich 3000 bis 3500 Proben – deutlich mehr als gesetzlich vorgeschrieben. „Der Neubau des Betriebslabors ist notwendig geworden, da die vorhandenen Räume mit der Aufbereitungsanlage Anfang der 1970er-Jahre errichtet worden sind.

Wir haben die technische Ausstattung natürlich immer auf dem aktuellsten Stand gehalten“, sagt Wasserverbands-Geschäftsführer Dirk Müller. „Die gestiegenen Anforderungen und neuen technischen Möglichkeiten brauchen mehr Platz. Zudem müssen Teile des Gebäudes erneuert und erweitert werden, um neben den gesetzlichen Vorgaben auch unsere eigenen hohen Ansprüche an die Wasserqualität erfüllen zu können.“

Im neuen Betriebsgebäude finden Büro- und Technikräume sowie eine zweite Leitwarte ihren Platz. Die zusätzliche Leitwarte dient als redundante Steuerungszentrale für alle Anlagen des Wasserverbandes im Versorgungsgebiet, sodass in einem Havariefall noch die größtmöglichen Steuerungs- und Regelungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Rund die Hälfte des Anbaus wird künftig als Garage und Lagerraum genutzt.

Die Dachfläche mitsamt des Dachs der angrenzenden Schlammhalle werden mit einer Fotovoltaikanlage ausgerüstet. Der erzeugte Strom als Baustein für das zertifizierte Energiemanagement des WVS ist zum Eigengebrauch vorgesehen. Der Bezug des neuen Betriebsgebäudes ist für 2022 geplant.