Kreis Altenkirchen

Mein Moment: Markus Kratzer und die Freude über das „geleaste“Enkelkind

Als ich vor 18 Jahren mit meiner heutigen Ehefrau zusammenkam, sagte jemand mit Blick auf deren Tochter zu mir: „Na, dann wirst du ja bald Leasing-Papa“. Leasing-Papa? Wie sich das anhört. Und doch verschwand der Begriff, so treffend oder untreffend er auch sein mag, nie ganz aus unserem neu-familiären Alltag.

Von Markus Kratzer

Markus Kratzer
Markus Kratzer

„Das ist meine Leasing-Tochter.“ Ich weiß nicht, wie oft ich den Satz mit einem Augenzwinkern selbst gesagt habe. Und so mag es auch nicht verwundern, dass an Heiligabend 2020 besagte junge Frau und ihr Ehemann ein kleines Puzzle unter den Weihnachtsbaum gelegt hatten, das zusammengesetzt eine freudige Botschaft preisgab: „Du wirst Leasing-Opa“, stand darauf zu lesen.

Nun, seit 15. Juli ist der kleine Toni auf der Welt und erfreut die Herzen der ganzen geleasten und ungeleasten Familie gleichermaßen. Lichter und Leuchten haben es ihm von erster Stund an angetan, und das Strahlen seiner Augen, als er jetzt den ersten Weihnachtsbaum seines noch jungen Lebens erblickte, übertraf den Glanz des geschmückten Christbaums um Längen.

So war es auch nur logisch, dass ihm das Christkind eine Deckenlampe für sein Kinderzimmer eingepackt hatte. Ich denke, seine Weihnachtspremiere hat dem kleinen Toni gefallen – hat sie der ganzen Familie doch noch mehr vor Augen geführt, wie schön und wichtig gegenseitige Aufmerksamkeit ist. Obwohl: So ein bisschen mehr Neugierde des neuen Erdenbürgers in punkto „Wann wird denn endlich beschert“ hätte ich mir schon gewünscht. Da kommt doch noch viel Arbeit auf den „Leasing-Opa“ zu.