Archivierter Artikel vom 18.08.2022, 06:00 Uhr
Altenkirchen/Flammersfeld

Kooperationsvertrag geschlossen: Deutsche Glasfaser plant Ausbau in zwölf Kommunen im Unterkreis

„Viereinhalb“ Verbandsgemeinden sind bereits dabei: In Daaden-Herdorf, Kirchen, Wissen, Hamm sowie dem Gebhardshainer Land strebt das Unternehmen Deutsche Glasfaser (DG) einen flächendeckenden Glasfaserausbau an, wenn genügend Haushalte – die Zielquote liegt bei 33 Prozent – sich für einen Vertragsabschluss entscheiden. Diesem Modell schließt sich nun auch die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld in Teilen an.

Die Verbandsgemeinde und die Deutsche Glasfaser haben einen Kooperationsvertrag über den Ausbau in zwölf Kommunen geschlossen.
Die Verbandsgemeinde und die Deutsche Glasfaser haben einen Kooperationsvertrag über den Ausbau in zwölf Kommunen geschlossen.
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Mit dem Ziel des eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbaus in zwölf Ortsgemeinden hat sie einen Kooperationsvertrag mit der DG abgeschlossen, wie die VG in einer Pressemitteilung erklärt.

Konkret geht es um die Ortsgemeinden Bürdenbach, Burglahr, Eichen, Flammersfeld, Güllesheim, Horhausen, Krunkel, Oberlahr, Peterslahr, Pleckhausen, Rott und Willroth, also einen Teil der früheren Verbandsgemeinde Flammersfeld mit zusammen 9711 Einwohnern.

Wie in den anderen Teilen des Kreises Altenkirchen findet der eigenwirtschaftliche Ausbau durch die DG dort nur statt, wenn mindestens 33 Prozent der potenziellen Anschlussnehmer in einem Ausbaugebiet für den Abschluss eines Glasfaservertrages bei dem Unternehmen entscheiden. Nur die allerwenigsten Haushalte in der VG verfügen über einen solchen Anschluss, heißt es weiter aus dem Rathaus. Die Leitungen müssten erst gelegt und die Straßen und Bürgersteige der Kommunen aufgegraben werden.

„Es ist wichtig zu verstehen, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, einen kostenlosen Glasfaseranschluss zu erhalten“, erklärt Bürgermeister Fred Jüngerich dazu. Der Weg mit Telekommunikationsanbietern im AK-Land habe sich schwierig gestaltet. „Doch die Glasfaserkabel in die Haushalte legen sich nicht von selbst, anders als von der Bundes- und Landespolitik angekündigt.“ Investoren müssten erst einmal gefunden werden. Da die meisten Ortsgemeinden dafür viele Millionen Euro bei einem geförderten Ausbau auf den Tisch legen müssten, habe ein weitgehend eigenwirtschaftlicher Ausbau, also auf Kosten eines Glasfaseranbieters, Priorität. Die nächsten Wochen und Monate seien dafür entscheidend.

Einen einheitlichen Weg von Helmeroth bis Willroth zu finden, sei lange Zeit angestrebt und verhandelt worden, aber ohne Ergebnis. So wird nun die Deutsche Glasfaser zunächst einen Teil der Region verkabeln. „Findet sich für die übrigen Kommunen kein Anbieter, so werden diese in den Ausbau im Rahmen des Förderprogrammes ,Graue Flecken' aufgenommen“, erklärt die VG zum weiteren Vorgehen. red

Weitere Infos: www.deutsche-glasfaser.de oder www.vg-ak-ff.de (Rubrik Wirtschaft). Fragen beantwortet auch die Wirtschaftsförderung der VG, Telefon 02681/851 90