Archivierter Artikel vom 22.08.2020, 15:00 Uhr
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Kausen

Kleine Kobolde tief ins Herz geschlossen: Ehepaar aus Kausen kümmert sich um Eichhörnchen in Not

Es war Liebe auf den ersten Blick. „Als das Eichhörnchen sich an meinen Hals angelegt hat, da war es um mich geschehen“, schildert Mareike Schuh die erste Begegnung, die ihr Leben tatsächlich verändern sollte. Denn die heute 43-Jährige nahm das Eichhörnchen, das sie im Garten ihres Onkels gefunden hatte, mit nach Hause. „Ich habe es bei mir aufgenommen“, sagt die zweifache Mutter, Sohn Noel ist 15, Tochter Dana acht Jahre alt. Im Internet googelte die gebürtige Biersdorferin und stieß auf den Verein Eichhörnchen Notruf. Mit der Hilfe einer Frau aus Köln, die Mareike Schuh am Apparat hatte, päppelte sie ihr damaliges erstes Findelkind auf. „Sie hat mir gesagt, was ich machen sollte.“ Die Kausenerin kniete sich in diese Aufgabe und lernte immer mehr dazu. „Ich habe sie sicher zehn Mal am Tag angerufen, weil ich Angst hatte, etwas falsch zu machen“, sagt sie lachend in der Rückschau. Schließlich fragte die Frau aus Köln, ob Mareike Schuh nicht Mitglied werden und bei sich zu Hause eine eigene Auffangstation für Eichhörnchen aufbauen möchte. „Denn in unserer Gegend gab es bis dahin keine dieser Art“, erzählt sie.

Von Claudia Geimer Lesezeit: 4 Minuten