Archivierter Artikel vom 30.04.2021, 15:30 Uhr
Kreis Altenkirchen

Inzidenz steigt am Freitag auf 143,6 – Viele im AK-Land wollen sich nicht mit Astrazeneca impfen lassen

Mit 32 Neuinfektionen am Freitag steigt die Gesamtzahl aller im Verlauf der Corona-Pandemie positiv Getesteten im Kreis Altenkirchen auf 4373. Nach Auskunft der Kreisverwaltung sind aktuell 509 Personen im Kreis positiv auf eine Corona-Infektion getestet, 15 von ihnen befinden sich in stationärer Behandlung.

Als genesen gelten 3768 Menschen, 96 Frauen und Männer aus dem Kreis sind an oder mit Covid-19 gestorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis klettert laut Landesuntersuchungsamt erneut leicht – und zwar von 141,3 auf auf 143,6.

Bevor das Impfzentrum in Wissen nun auch sonntags geöffnet sein wird (die RZ berichtete), fanden hier am Freitag 391 Impfungen statt. Seit 7. Januar haben hier 15 206 Personen ihre Erst- und 7038 ihre Zweitimpfung erhalten.

Wie die Kreisverwaltung weiter mitteilt, haben die Erfahrungen der vergangenen Wochen gezeigt, dass der Impfstoff von Astrazeneca weiterhin kritisch gesehen wird. Ein Beispiel: Von 530 terminierten Astrazeneca-Impfungen eines Tages wurden rund 150 storniert oder einfach nicht wahrgenommen.

„Ich bin überzeugt, dass Astrazeneca bei einer Verimpfung durch die Hausärzte insgesamt auf größere Akzeptanz gestoßen wäre, weil es hier einfach ein gewachsenes Vertrauensverhältnis von Arzt und Patient gibt. Ich hatte dem Land hierzu ein Modellprojekt mit den Hausärzten für die 60- bis 69-Jährigen im Kreis vorgeschlagen, aber man hat sich dazu nicht entscheiden können“, erläutert Landrat Peter Enders.

Unterdessen nimmt die Impfkampagne vor allem durch die Hausärzte weiter an Fahrt auf: Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz weist für den Kreis Altenkirchen mit Stand vom 29. April 10.273 Impfungen nur durch Hausärzte aus, landesweit sind es 228.853.

Enders: „Damit beweisen unsere heimischen Hausärzte schon nach wenigen Wochen, dass sie den eigentlichen Impfturbo in der Impfkampagne zünden können. Dafür danke ich allen Beteiligten. Ich sehe mich bestätigt, denn ich habe von Anfang an dafür geworben, die Hausärzte schneller und stärker zu beteiligen. Das hat ja auch der Deutsche Hausärzteverband gerade nochmals deutlich gemacht.“

Der Landrat ist sich sicher, dass mit der Zunahme des verfügbaren Impfstoffs in den nächsten Wochen sich die Impfquote bei den Hausärzten weiter erhöhen wird.

Und so verteilen sich die 4373 Infektionen seit Ausbruch der Pandemie auf die sechs Verbandsgemeinden im Kreis:

  • AK-Flammersfeld: 1328 (+3)
  • Betzdorf-Gebhardshain: 953 (+2)
  • Kirchen: 660 (+2)
  • Wissen: 540 (+8)
  • Daaden-Herdorf: 507 (+9)
  • Hamm: 385 (+8)