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Steinebach-Bindweide

Holztransport auf der Schiene: Bahn-Testlauf zur Bindweide

Kurz vor Weihnachten haben die Kreisbahn Siegen-Wittgenstein (KSW), die Westerwaldbahn (Weba) und die Firma Westerwälder Holzpellets aus Langenbach einen bislang theoretisch geplanten Ablauf in der Praxis erprobt. Der Test für zukünftige Güterzugfahrten fand auf der Weba-Strecke zwischen Scheuerfeld und dem Betriebshof auf der Bindweide statt. Aufgrund des massiven klimabedingten Waldsterbens im Westerwald wird es vermutlich schon in wenigen Jahren für einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren zu einer schwierigeren Versorgungslage mit heimischem Nadelholz kommen. Das Unternehmen Westerwälder Holzpellets geht davon aus, dass ein Teil des Bedarfs zukünftig aus anderen Regionen beschafft werden muss. „Das Waldsterben, welches wir heute in Westerwald, Sauerland und Harz erleben, zeichnet sich bereits jetzt in anderen Regionen Deutschlands ab“, sagt Unternehmer Markus Mann und befürchtet: „Sollte es weitere Trockenjahre geben und derart schnell steigende Temperaturen wie zuletzt, dann werden aus den einzelnen Flecken mit Käferbefall in Eifel, Ardennen, Schwarzwald oder Fichtelgebirge schnell solche riesigen Schadflächen wie in unserer Heimat.“

Von Hans-Peter Günther
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Das Langenbacher Unternehmen geht davon aus, dass rund 50 Lkw-Ladungen pro Woche aus Wäldern in einem Radius von mehr als 200 Kilometern beschafft werden müssen. „Aus ökologischen Gründen möchten wir hier unbedingt unsere Rohstoffversorgung auf die Schiene verlagern“, betont Mann und erläutert: „Damit wir nicht von Scheuerfeld durch Betzdorf über ...