Archivierter Artikel vom 28.01.2018, 20:16 Uhr
Plus
Herdorf

Herdorfs Bockordenträger ist die „neue Mutti“

Eine Jubelarie begleitet Uwe Geisinger auf dem Weg hoch zur Bühne: Das Narrenvolk im Knappensaal feiert den neuen Bockordenträger der KG Herdorf. Der 48-Jährige nimmt auf dem Thron Platz. Dabei muss der bekennende Gladbachfan wohl oder übel den Geißbock in Kauf nehmen. Geisinger ist der 29. Ordensträger in der Geschichte des Herdorfer Karnevals. Der Bockordenträger von 2015, Hans-Georg Schmidt aus Dermbach, hält die Laudatio. Mit der Dermbacher Sitzungspräsidentin Natascha Bohl hat er sich charmante Verstärkung geholt. Beide würdigen das Engagement des neuen Ordenträgers in Karneval, Kommunalpolitik und Sport. Mit seinen diplomatischen Fähigkeiten wäre Geisinger sehr gut in Berlin aufgehoben. Er könne als „neue Mutti“ in die Fußstapfen von Bundeskanzlerin Angela Merkel treten. Den Orden überreichte auf der Sitzung am Samstagabend Prinzessin Nathalie I. „Ich bin fast sprachlos und gerührt“, sagt Geisinger in seinem Grußwort. Und mit Blick auf die Anekdoten aus seinem Leben, die die beiden Laudatoren erzählen, meint er: „Ich habe alles registriert und nichts bereut.“ Peter Schlosser und Christoph Düber bringen als „Bröselhäppchen“ ein Überraschungsständchen, eine Hommage an das Städtchen: „Herdorf lebt“.

Von Claudia Geimer Lesezeit: 2 Minuten