Archivierter Artikel vom 17.05.2021, 14:00 Uhr
Flammersfeld/Weyerbusch

Genossenschaftsgründer auf vielen Kanälen: „Raiffeisen-Spinnennetz“ gewoben

Die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld hat sich mit ihrem Vorhaben „Auf den Spuren von Friedrich Wilhelm Raiffeisen“ um die Aufnahme in die dritte Förderphase des Projektes Kultur-Landschaft-Digital (KuLaDig) beim Land erfolgreich beworben. Auf der bundesweiten Plattform ( www.kuladig.de) sollen interessierte Menschen mehr über das kulturelle Erbe und die lokale Identität einzelner Regionen erfahren. Und dies nicht nur in Textform. Auch Bilder, Ton- oder Videoaufnahmen werden interaktiv zur Verfügung stehen.

Am Raiffeisen-Denkmal in Weyerbusch, das das soziale Wirken und die Gestalt Raiffeisens darstellt und bei dem es sich um ein Werk des Künstlers Hellmut Otto Hoffmann-Schlöndorff aus Mammelzen handelt, stellten sich Professor Michael Klemm und sein Team, die Raiffeisenbotschafter sowie die Mitarbeiterinnen der Verwaltung nach der Besichtigung zum Erinnerungsfoto auf.  Foto:Verbandsgemeindeverwaltung
Am Raiffeisen-Denkmal in Weyerbusch, das das soziale Wirken und die Gestalt Raiffeisens darstellt und bei dem es sich um ein Werk des Künstlers Hellmut Otto Hoffmann-Schlöndorff aus Mammelzen handelt, stellten sich Professor Michael Klemm und sein Team, die Raiffeisenbotschafter sowie die Mitarbeiterinnen der Verwaltung nach der Besichtigung zum Erinnerungsfoto auf.
Foto:Verbandsgemeindeverwaltung

Und so wird das Projekt auf den Weg gebracht: Im Rahmen einer Projektphase werden ausgewählte Kommunen bei der Aufbereitung, Darstellung und Eingabe der Daten in diese Plattform durch das „KuLaDig-Projektteam“ sowie Studierende der Universität Koblenz-Landau unterstützt. Für das Projekt „Auf den Spuren Raiffeisens“ besteht die Herausforderung darin, die vielen vorhandenen Informationen sinnvoll miteinander zu verknüpfen und die Themen durch den Einsatz von geeigneten Medien (Fotografien, Audio, Video) lebendig und nachvollziehbar aufzubereiten. Am Ende sollen die generierten Inhalte nicht nur über die oben genannte Website abrufbar sein, sondern zum Beispiel auch im Rahmen von Raiffeisenwegen für Einheimische und Gäste vor Ort sichtbar und erlebbar werden.

Hierzu haben die ehrenamtlichen Raiffeisenbotschafter der Verbandsgemeinde eigens ein „Raiffeisen-Spinnennetz“ gewoben, welches die Orte von Raiffeisens Wirken übersichtlich miteinander verknüpft. Das Raiffeisenhaus in Flammersfeld ist hierbei der zentrale Ort, von dem aus weitere Themen und Orte Raiffeisens in der näheren Umgebung beschrieben und visualisiert werden sollen. Zu den Schwerpunkten zählen 360-Grad Aufnahmen der Innenräume des Raiffeisenhauses, wobei spezifische Ausstellungsobjekte später als „Anker“ für einzelne Themenfelder, Bauobjekte und historische Dokumente aus Raiffeisens Zeit dienen sollen. So erhalten Themenfelder aus Raiffeisens Zeit, wie etwa die Genossenschaftsidee, Bildung, Infrastruktur oder Christlicher Glaube, ein Gesicht und können zum Beispiel auch durch Videos, Audios, kleine Filme erlebbar gemacht werden.

„Die Marketinggesellschaft Rheinland-Pfalz Tourismus startet ihre Jahreskampagne mit dem Titel Schatzkammer Rheinland-Pfalz – Wege zu den Ursprüngen. Damit sollen Urlauber auf Natur und Kultur im Land aufmerksam gemacht werden. Die digitale Erfassung und Präsentation des Lebens und Wirkens Raiffeisens im heimischen Raum passt genau in dieses Thema und zeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind“, sagt der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Rolf Schmidt-Markoski, im Rahmen eines Besichtigungstermins mit Vertretern des KuLaDig-Teams der Universität Koblenz-Landau und den Akteuren der VG Altenkirchen-Flammersfeld. „Ich erhoffe mir, dass durch die digitale und multimediale Aufarbeitung auch besonders junge Menschen Zugang zu den Ideen des Genossenschaftsgründers finden werden“, so Schmidt-Markoski, der gleichzeitig den Verantwortlichen beim Land für die Aufnahme in das Förderprogramm dankte.

Das KuLaDig-Team äußerte sich sehr positiv zu dem Vorhaben rund um Raiffeisen. Über die Fülle der bereits vorhandenen Informationen waren Professor Michael Klemm und sein Team sehr überrascht. „Nicht alles wird sich in diesem Projektjahr realisieren lassen, doch wir haben auch danach jederzeit die Möglichkeit, den bestehenden Aufbau des Themas ‚Auf den Spuren von Friedrich Wilhelm Raiffeisen‘ zu ergänzen“, kündigte Cornelia Obenauer von der Verwaltung an.